17.05.2011

Fachgespräch: Check

Heute stand die erste Prüfung meines Studiums an, ein fünfzehnminütiges Fachgespräch in der Fächerkombination Psychologie/Soziologie.

Für mich war es die erste mündliche Prüfung seit dem Abitur (damals ein Gnadenpunkt in Mathe), dementsprechend war ich sehr nervös. Gestern bestand der Tag aus viel Lernerei, bis kurz nach Mitternacht saß ich am Schreibtisch. Um halb sechs war die Nacht dann für mich wieder vorbei, ich war wach. Ich weiß nicht, ob es wirklich so kalt oder ob es der Nervosität geschuldet war, jedenfalls habe ich richtig gefroren unter meiner Bettdecke.

Duschen, rasieren, frühstücken, Sachen packen und ab ging es zur FH, zwei Stunden vor der Prüfung. Hoch in die Bibliothek und anderthalb weitere Stunden Paukerei. Eine halbe Stunde vor Prüfungsbeginn packte ich die Unterlagen weg, ich fühlte mich fachlich sicher, wusste aber nicht, wie ich psychisch-physisch mit der Prüfungs- und dadurch auch Drucksituation umgehen würde.
Eine Viertelstunde später hatte ich mich vor dem Prüfungsraum eingefunden, der erste von zwei Prüfern war bereits da. Kurz darauf erschien auch eine Kollegin, die nach mir geprüft wurde und es ergab sich eine lockere Unterhaltung, die mich ein wenig ablenkte. Kurz vor zehn kam der zweite Prüfer und das Fachgespräch begann pünktlich.

Die Eröffnugnsfrage in Soziologie machte es mir relativ leicht, in die Spur zu kommen und ich absolvierte das Gespräch recht flüssig, wurde ein, zwei Mal von den Dozenten wieder auf die richtige Spur gebracht. Die Viertelstunde verging recht schnell und ich glaube, man konnte mir die Erleichterung ansehen, als der Psychologie-Prof den Satz "So, letzte Frage" aussprach.

Ich wurde kurz vor die Tür geschickt. Knapp zwei Minuten später rief man mich wieder herein und das Bewertungsformular lag bereits ausgefüllt auf dem Tisch: Note "gut".

Die Erläuterung, ich habe den Stoff "gut drauf, nur die Tiefe fehlte etwas" nahm ich gerne mit. Ich verabschiedete mich und verließ den Raum. Auf dem Gang wünschte ich meiner Kollegin, die direkt reingerufen wurde, viel Erfolg (den sie unstreitbar hatte) und begab mich erstmal in die Cafeteria, wo ich mir zwei Brötchen und eine Cola gönnte.

Puh. Teil eins von fünf geschafft.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen