In der vergangenen Woche bin ich zweimal sehr kurz vor meinem Wecker aufgewacht, einmal sogar exakt eine Minute. Ist man dann eigentlich ausgeschlafen, wenn man vor dem Wecker aufwacht?
Früher ist mir sowas schon mal passiert. Allerdings hatte ich da einen sehr festen Tagesrhytmus und bin unter der Woche jeden Tag zur selben Zeit aufgestanden und zu ähnlichen Zeiten ins Bett gegangen. Da kann ich mir schon vorstellen, dass sich der Körper darauf einstellt, wann er aufwachen "muss".
Aber im Moment stehe ich durch meinen unregelmäßigen Stundenplan ständig zu unterschiedlichen Uhrzeiten auf und gehe auch unterschiedlich ins Bett. Da kann diese "innere Uhr" sich ja eigentlich gar nicht drauf einstellen, oder?
Mal davon abgesehen, dass ich gerne noch ein wenig im Bett liegen bleibe und es daher gut finde, wenn ich etwas länger vor dem Wecker aufwache. Da kann man sich dann nochmal schön in die Decke mummeln und die Uhr beobachten. Danach geht dann das Drücken auf die "In-fünf-Minuten-nochmal"-Taste los und irgendwann, wenn die Zeit gerade noch so zum fertigwerden reicht (ich nenne das meine "twenty-six minutes"), schäle ich mich aus der Decke und stapfe ins Bad. Beim Blick in den Spiegel und auf die Anzeige der Waage denke ich mir dann "Guten Morgen, liebe Sorgen..." ;-)
24.11.2010
19.11.2010
Freitags-Füller, KW 46/2010

1. Das Problem ist manchmal gar nicht groß, wie wir denken.
2. Pfannkuchen mache ich am liebsten selber.
3. Wenn ich schlechte Laune habe, versuche ich mir das nicht anmerken zu lassen.
4. Heute stehen Psychologie und Politikwissenschaften auf dem Stundenplan, noch dazu bis 16.45 Uhr, da heißt es durchhalten.
5. Das echte Adventsfeeling beginnt für mich überhaupt, wenn ich Glück habe.
6. Harry Potter habe ich erst mit Erscheinen des 5. Bandes auf Englisch für mich entdeckt.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Beginn des Wochenendes, morgen habe ich nichts spezielles geplant und Sonntag möchte ich vielleicht ins Kino!
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Freitags-Füller
18.11.2010
Dann macht es "biep"
In den Bussen hier in Duisburg, aber beispielsweise auch in Mönchengladbach und Essen wird in den Linienbussen eine automatische Ticketkontrolle durchgeführt. Jeder Fahrgast, der ein Aboticket mit Chipkarte (SchokoTicket, Ticket1000, Ticket2000, YoungTicketPlus oder BärenTicket) sein eigen nennt, hält dieses beim Einstieg vor ein Lesegerät, welches dann per Signalton und Anzeige (grüner Haken bei Gültigkeit) dessen Status anzeigt. Ziel dieser Ticketkontrolle ist es offensichtlich, die Schwarzfahrerquote zu senken. Vor einigen Jahren wurde ja bereits der kontrollierte Einstieg in weiten Teilen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr eingeführt. Danach muss jeder Fahrgast vorn beim Fahrer einsteigen und sein Ticket vorzeigen. Ausnahmen gelten natürlich für Fahrgäste, die ein Fahrrad mitführen, einen Rollstuhl schieben oder mit dem Rollator unterwegs sind. Diese steigen dann an der hinteren Tür ein und zeigen danach ihr Ticket vor.
Ich halte beide Maßnahmen für grundsätzlich positiv. Denn zum einen ärgert mich als zahlenden Fahrgast (ich habe seit Jahren verschiedene Abotickets gehabt, je nach "Status") jeder Schwarzfahrer und zum anderen ist die hintere Tür nunmal zum Ausstieg gedacht und Drängelei wird so größtenteils auch vermieden.
Einen Nachteil haben aber beide Maßnahmen, besonders im Schülerverkehr oder bei sonst hohem Verkehrsaufkommen. Der "Einstieg vorne" ist auch da relativ unproblematisch, aber die elektronische Ticketkontrolle hat da schon merkliche Auswirkungen. Wenn zwanzig Schüler in den Bus wollen und jeder von ihnen erstmal sein Ticket vor das Lesegerät halten muss, hält der Bus durchaus länger als im Fahrplan vorgesehen. Wenn dann das Lesegerät vielleicht mal streikt oder das eine oder andere Ticket nicht lesbar ist, summiert sich das ganz schön. Daher bin ich im Schülerverkehr ganz froh, wenn bei vielen Einsteigern der Busfahrer auch die hintere Tür öffnen. Denn die meisten Schüler, die mit dem Bus zur Schule und nachhause fahren haben ohnehin ein Schokoticket.
Fazit: Die elektronische Ticketkontrolle ist sinnvoll, ist aber manchmal zum Nachteil der Pünktlichkeit, was besonders bei knappen Umsteigezeiten, beispielsweise zur Straßenbahn, ärgerlich ist. Besonders am Wochenende oder in Randgebieten, wenn bzw. wo die Takte in der Regel weniger eng sind.
Ich halte beide Maßnahmen für grundsätzlich positiv. Denn zum einen ärgert mich als zahlenden Fahrgast (ich habe seit Jahren verschiedene Abotickets gehabt, je nach "Status") jeder Schwarzfahrer und zum anderen ist die hintere Tür nunmal zum Ausstieg gedacht und Drängelei wird so größtenteils auch vermieden.
Einen Nachteil haben aber beide Maßnahmen, besonders im Schülerverkehr oder bei sonst hohem Verkehrsaufkommen. Der "Einstieg vorne" ist auch da relativ unproblematisch, aber die elektronische Ticketkontrolle hat da schon merkliche Auswirkungen. Wenn zwanzig Schüler in den Bus wollen und jeder von ihnen erstmal sein Ticket vor das Lesegerät halten muss, hält der Bus durchaus länger als im Fahrplan vorgesehen. Wenn dann das Lesegerät vielleicht mal streikt oder das eine oder andere Ticket nicht lesbar ist, summiert sich das ganz schön. Daher bin ich im Schülerverkehr ganz froh, wenn bei vielen Einsteigern der Busfahrer auch die hintere Tür öffnen. Denn die meisten Schüler, die mit dem Bus zur Schule und nachhause fahren haben ohnehin ein Schokoticket.
Fazit: Die elektronische Ticketkontrolle ist sinnvoll, ist aber manchmal zum Nachteil der Pünktlichkeit, was besonders bei knappen Umsteigezeiten, beispielsweise zur Straßenbahn, ärgerlich ist. Besonders am Wochenende oder in Randgebieten, wenn bzw. wo die Takte in der Regel weniger eng sind.
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Deutsche Bahn,
Duisburg,
ÖPNV
13.11.2010
Freitags-Füller, KW 45/2010

1. Es hört sich seltsam an, aber jedes Tier scheißt anders (sagte meine Deutschlehrerin immer).
2. "So, wir machen Schluß für heute" ist Musik in meinen Ohren.
3. Ich bin dankbar für viele, viele Dinge.
4. Alles ist möglich und darum heißt es : "sag niemals nie".
5. Ein Regentag ist eine gute Gelegenheit, um zuhause einige Dinge zu erledigen.
6. Was ich von Beruf bin, das kann ruhig jeder über mich wissen..
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Partie an der Wii bei meinem besten Freund, morgen habe ich zum Abendessen Hawaii-Toast *mjam* geplant und Sonntag möchte ich zwei Spiele pfeifen!
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Freitags-Füller
08.11.2010
"Ey Speckbarbie, n1, dein Arschfax"
Neben dem "Wort des Jahres" und dem "Unwort des Jahres" wird ja mittlerweile auch das "Jugendwort des Jahres" gekürt, bezeichnenderweise von Langenscheidt.
Gewinner einer Abstimmung aus fünfzehn von der Redaktion vorgeschlagenen Wörtern ist das Wort "Speckbarbie". Ich fühle mich mit meinen nun siebenundzwanzig Lenzen zwar noch nicht alt, bin aber der Jugend durchaus schon entwachsen. Ich muss zugeben, dass ich von den vorgeschlagenen Wörtern kaum eines bisher mal gehört habe. Einige der Vorschläge finde ich leidlich witzig oder zumindest passend, wirkliche Brüller sind es allerdings auch nicht.
Der Gewinner "Speckbarbie" (8,2%), ganz knapp vor "Arschfax" mit 8,1% bezeichnet laut dem Nachrichtenportal DerWesten.de ein "aufgetakeltes Mädchen in viel zu enger Kleidung". Stellt man sich das bildlich vor, kommt man zu der Erkenntnis, dass es passt. Allerdings halte ich den Begriff für wenig originell. Eigentlich halte ich ihn sogar für fragwürdig, kann man damit doch durchaus ein solches Mädel mobben.
Auch über den zweiten Platz "Arschfax" (aus der Unterhose hängendes Wäschetikett) entlockt mir nur ein müdes, ironisches "haha". Allein die Begriffe "Klappkaribik" (Sonnenbank), "Schnitzelhusten" (Schweinegrippe) und "emotional flexibel" (launisch) finde ich wirklich gut. Warum ich jemanden, den/die ich früher super oder toll gefunden habe jetzt "raumschiff" finden soll, verstehe ich nicht wirklich. Aber gut, Sprache entsteht halt, ob diese Wörter aber wirklich umfassend von der Jugend benutzt werden, bezweifle ich doch ein wenig.
Generell habe ich das Gefühl, dass unter Heranwachsenden eine zunehmende Kultur des gegenseitigen "Dissens" - ob jetzt ernst oder spaßhaft - entstanden ist. Der berühmteste und für mich gleichzeitig erschreckendste Begriff dafür ist "Du Opfer", den ich schon des öfteren gehört habe. Auch wenn der Begriff im angeblichen Spaß benutzt wird, finde ich das sehr zweifelhaft.
Die weiteren Begriffe der Abstimmung sind zu finden auf der Abstimmungsseite und mit Erklärungen im Artikel auf DerWesten.de
Über die endgültige Vergabe des "Jugendworts des Jahres 2010" entscheidet übrigens noch eine Jury.
Gewinner einer Abstimmung aus fünfzehn von der Redaktion vorgeschlagenen Wörtern ist das Wort "Speckbarbie". Ich fühle mich mit meinen nun siebenundzwanzig Lenzen zwar noch nicht alt, bin aber der Jugend durchaus schon entwachsen. Ich muss zugeben, dass ich von den vorgeschlagenen Wörtern kaum eines bisher mal gehört habe. Einige der Vorschläge finde ich leidlich witzig oder zumindest passend, wirkliche Brüller sind es allerdings auch nicht.
Der Gewinner "Speckbarbie" (8,2%), ganz knapp vor "Arschfax" mit 8,1% bezeichnet laut dem Nachrichtenportal DerWesten.de ein "aufgetakeltes Mädchen in viel zu enger Kleidung". Stellt man sich das bildlich vor, kommt man zu der Erkenntnis, dass es passt. Allerdings halte ich den Begriff für wenig originell. Eigentlich halte ich ihn sogar für fragwürdig, kann man damit doch durchaus ein solches Mädel mobben.
Auch über den zweiten Platz "Arschfax" (aus der Unterhose hängendes Wäschetikett) entlockt mir nur ein müdes, ironisches "haha". Allein die Begriffe "Klappkaribik" (Sonnenbank), "Schnitzelhusten" (Schweinegrippe) und "emotional flexibel" (launisch) finde ich wirklich gut. Warum ich jemanden, den/die ich früher super oder toll gefunden habe jetzt "raumschiff" finden soll, verstehe ich nicht wirklich. Aber gut, Sprache entsteht halt, ob diese Wörter aber wirklich umfassend von der Jugend benutzt werden, bezweifle ich doch ein wenig.
Generell habe ich das Gefühl, dass unter Heranwachsenden eine zunehmende Kultur des gegenseitigen "Dissens" - ob jetzt ernst oder spaßhaft - entstanden ist. Der berühmteste und für mich gleichzeitig erschreckendste Begriff dafür ist "Du Opfer", den ich schon des öfteren gehört habe. Auch wenn der Begriff im angeblichen Spaß benutzt wird, finde ich das sehr zweifelhaft.
Die weiteren Begriffe der Abstimmung sind zu finden auf der Abstimmungsseite und mit Erklärungen im Artikel auf DerWesten.de
Über die endgültige Vergabe des "Jugendworts des Jahres 2010" entscheidet übrigens noch eine Jury.
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Gesellschaft,
Sprache
07.11.2010
Nachtschicht bei Krupp-Mannesmann
Diese Industrieimpression konnte ich kurz nach Mitternacht von Samstag auf Sonntag in Duisburg einfangen.
05.11.2010
Freitags-Füller, KW 44/2010

Juhu! Endlich mal wieder ein Freitags-Füller, der auch am Freitag erscheint! Wenn auch erst später am Abend, aber ich war heute doch sehr lange in der FH, Unterricht bis viertel vor sechs.
Wie immer vielen lieben Dank an Barbara für die "Lücken".
1. Bis jetzt ist der November vom Wetter her echt okay.
2. Wenn mir etwas unangenehm ist, rede ich ungern über die ganze Sache.
3. Kleine Dinge können auch Freude bereiten.
4. Endlich mal "Unendlicher Spaß" weiterlesen, ich glaube das ist eine gute Idee.
5. St. Martin sind wir früher im Kindergarten mit der Laterne gegangen, dabei sind regelmßig welche abgebrannt.
6. Schon länger möchte ich die Komplett-Box von "Berlin, Berlin" haben. Jetzt wird sie bald bestellt.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Entspannung, morgen habe ich mit Freunden den Besuch eines Basketballspiels geplant und Sonntag möchte ich ausschlafen!
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Freitags-Füller
04.11.2010
03.11.2010
Wochenende und Alltag
Wir hier in NRW haben ja das große Glück, dass Allerheiligen bei uns (noch?) ein richtiger Feiertag ist und wir nicht zur Arbeit oder in die Schule müssen. Daher hatte ich jetzt ein schönes, langes Wochenende.
Viel war allerdings erstmal nicht mit ausruhen. Denn Freitag nach der letzten Unterrichtseinheit (Politikwissenschaft, diesmal mit einer lustigen und lehrreichen fiktiven "TV-Debatte" zum Thema "CSU fordert Burka-Verbot") ging es zusammen mit Isabell und ein paar Kurskollegen zunächst zum Duisburger Hauptbahnhof. Dort genehmigten wir uns ein großes, durch Gutscheine verbilligtes, Subway-Baguette. Ich meide ja eigentlich Fast-Food-Tempel meistens (Ausnahmen bestätigen die Regel), aber so ein Baguette schmeckt ja wirklich gut. Apropos Baguette: Noch mehr zum empfehlen sind die Dinger von "d'Angelo" in der Dortmunder Brückstraße aber das nur am Rande.
Nach dem genüsslichen Verspeisen des Baguettes und eines Cookies machten wir uns auf nach Dormagen. Erst mit dem Zug nach Krefeld-Oppum, von da weiter nach Dormagen Bf. Nun trennte uns noch eine Busfahrt vom Bayer-Sportpark unweit des Bayerwerkes. Nach einigen Minuten des Herumirrens hatten wir dank der Hilfe eines Hallenwartes die richtige Halle gefunden. Dort wärmten sich schon zwei Basketballmannschaften auf, der Gastgeber Dormagen und der Gast aus Düsseldorf. Ein Kreisligaspiel stand an, und ich durfte schiedsrichtern. Mein Kollege, den ich bisher noch nicht kannte (kein Wunder, ich bin ja neu hier in der Gegend), war bereits da. Da sich wie leider so oft das Eintragen der Mannschaften auf dem Spielberichtsbogen verzögerte, begann das Spiel mit zehn minütiger Verspätung. Anfänglich war es ausgeglichen, im Verlauf der Partie entwickelte es sich zu einer eindeutigen Angelenheit für die Hausherren, die am Ende auch mit über zwanzig Punkten Differenz gewannen.
Starke Nerven muss man in so manchen Turnhallen übrigens ob der Umkleidekabinen und den dazugehörigen Toiletten und Duschen haben. Da habe ich in meinen sechs Jahren als "Ref" schon so einiges gesehen, bin aber zum Glück recht ekelresistent.
Der Rückweg gestaltete sich leider etwas langwieriger als der Hinweg. Warum auch immer, aber in Dormagen fahren nach 20.00 Uhr kaum noch Busse und ab 21 oder 22 Uhr am Wochenende schon Nachtexpress-Busse. Daher hieß es erstmal anderthalb Kilometer durch die Dormagener City inklusive von jugendlichen gesäumte Fußgängerzone zu spazieren, bis wir an der nächsten NE-Haltestelle angekommen waren. Von dort ging es dann mit dem Bus zurück zum Bahnhof und dann zuckelnd mit der S11 zum Düsseldorfer Hauptbahnhof. Weiter per RE zum Duisburger Hauptbahnhof, wo wir schnellen Schrittes den NE Richtung nachhause erwischten.
Lustig wurde es dann an der Haltestelle "Sittardsberg", wo auch die U79 hält. Der Fahrtanzeiger wies noch eine Fahrt nach Duissern in einer Minute aus. Allerdings waren die Metallgitter, die nachts den Zutritt zur Haltestelle verwehren, schon heruntergelassen. Auch der Busfahrer bemerkte es und musste kichern.
Man stelle sich vor: Man hat einen schönen Freitagabend mit Freunden in Düsseldorf verbracht, nimmt die letzte U-Bahn nachhause, steigt an dieser Haltestelle aus, sieht einen Augenblick der U-Bahn hinterher, geht zum Ausgang und steht vor einem Gitter. Dasselbe auf der anderen Seite. Und die nächste U-Bahn kommt erst in ein paar Stunden. Uahhh. Tolle Vorstellung, oder? Es gäbe wohl immer noch eine Möglichkeit, über die Hotline des Verkehrsverbundes da was zu machen, aber unangenehm und peinlich wäre das irgendwie schon.
Kurz danach waren wir dann wieder zuhause. Der nette Busfahrer ließ uns sogar zwischen den Haltestellen raus, so sparten wir ein paar Minuten Fußweg.
Nach einem kleinen Mitternachtssnack gings dann direkt zum Matratzenhorchdienst, denn am Samstag ging es ja Richtung Köln...
Sonntag war dann wiederum ein "Pfeiftag" (diesmal durfte ich nach Kaarst bei Neuss) kennenlernen und der freie Montag wurde zum ausgiebig zum Rumgammeln genutzt.
Und dann begann am Dienstag wieder der Alltag. Natürlich erstmal mit einer satten Busverspätung von dreizehn Minuten. Schülerverkehr. So früh morgens sollte ich demnächst einen Bus eher nehmen.
Viel war allerdings erstmal nicht mit ausruhen. Denn Freitag nach der letzten Unterrichtseinheit (Politikwissenschaft, diesmal mit einer lustigen und lehrreichen fiktiven "TV-Debatte" zum Thema "CSU fordert Burka-Verbot") ging es zusammen mit Isabell und ein paar Kurskollegen zunächst zum Duisburger Hauptbahnhof. Dort genehmigten wir uns ein großes, durch Gutscheine verbilligtes, Subway-Baguette. Ich meide ja eigentlich Fast-Food-Tempel meistens (Ausnahmen bestätigen die Regel), aber so ein Baguette schmeckt ja wirklich gut. Apropos Baguette: Noch mehr zum empfehlen sind die Dinger von "d'Angelo" in der Dortmunder Brückstraße aber das nur am Rande.
Nach dem genüsslichen Verspeisen des Baguettes und eines Cookies machten wir uns auf nach Dormagen. Erst mit dem Zug nach Krefeld-Oppum, von da weiter nach Dormagen Bf. Nun trennte uns noch eine Busfahrt vom Bayer-Sportpark unweit des Bayerwerkes. Nach einigen Minuten des Herumirrens hatten wir dank der Hilfe eines Hallenwartes die richtige Halle gefunden. Dort wärmten sich schon zwei Basketballmannschaften auf, der Gastgeber Dormagen und der Gast aus Düsseldorf. Ein Kreisligaspiel stand an, und ich durfte schiedsrichtern. Mein Kollege, den ich bisher noch nicht kannte (kein Wunder, ich bin ja neu hier in der Gegend), war bereits da. Da sich wie leider so oft das Eintragen der Mannschaften auf dem Spielberichtsbogen verzögerte, begann das Spiel mit zehn minütiger Verspätung. Anfänglich war es ausgeglichen, im Verlauf der Partie entwickelte es sich zu einer eindeutigen Angelenheit für die Hausherren, die am Ende auch mit über zwanzig Punkten Differenz gewannen.
Starke Nerven muss man in so manchen Turnhallen übrigens ob der Umkleidekabinen und den dazugehörigen Toiletten und Duschen haben. Da habe ich in meinen sechs Jahren als "Ref" schon so einiges gesehen, bin aber zum Glück recht ekelresistent.
Der Rückweg gestaltete sich leider etwas langwieriger als der Hinweg. Warum auch immer, aber in Dormagen fahren nach 20.00 Uhr kaum noch Busse und ab 21 oder 22 Uhr am Wochenende schon Nachtexpress-Busse. Daher hieß es erstmal anderthalb Kilometer durch die Dormagener City inklusive von jugendlichen gesäumte Fußgängerzone zu spazieren, bis wir an der nächsten NE-Haltestelle angekommen waren. Von dort ging es dann mit dem Bus zurück zum Bahnhof und dann zuckelnd mit der S11 zum Düsseldorfer Hauptbahnhof. Weiter per RE zum Duisburger Hauptbahnhof, wo wir schnellen Schrittes den NE Richtung nachhause erwischten.
Lustig wurde es dann an der Haltestelle "Sittardsberg", wo auch die U79 hält. Der Fahrtanzeiger wies noch eine Fahrt nach Duissern in einer Minute aus. Allerdings waren die Metallgitter, die nachts den Zutritt zur Haltestelle verwehren, schon heruntergelassen. Auch der Busfahrer bemerkte es und musste kichern.
Man stelle sich vor: Man hat einen schönen Freitagabend mit Freunden in Düsseldorf verbracht, nimmt die letzte U-Bahn nachhause, steigt an dieser Haltestelle aus, sieht einen Augenblick der U-Bahn hinterher, geht zum Ausgang und steht vor einem Gitter. Dasselbe auf der anderen Seite. Und die nächste U-Bahn kommt erst in ein paar Stunden. Uahhh. Tolle Vorstellung, oder? Es gäbe wohl immer noch eine Möglichkeit, über die Hotline des Verkehrsverbundes da was zu machen, aber unangenehm und peinlich wäre das irgendwie schon.
Kurz danach waren wir dann wieder zuhause. Der nette Busfahrer ließ uns sogar zwischen den Haltestellen raus, so sparten wir ein paar Minuten Fußweg.
Nach einem kleinen Mitternachtssnack gings dann direkt zum Matratzenhorchdienst, denn am Samstag ging es ja Richtung Köln...
Sonntag war dann wiederum ein "Pfeiftag" (diesmal durfte ich nach Kaarst bei Neuss) kennenlernen und der freie Montag wurde zum ausgiebig zum Rumgammeln genutzt.
Und dann begann am Dienstag wieder der Alltag. Natürlich erstmal mit einer satten Busverspätung von dreizehn Minuten. Schülerverkehr. So früh morgens sollte ich demnächst einen Bus eher nehmen.
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Basketball,
Privates
01.11.2010
Ein Feiertag für den FC - 3:2-Sieg gegen den HSV
Zum ersten Mal in der aktuellen Saison 2010/2011 machte ich mich am vergangengen Samstag zu einem Spiel meines 1. FC Köln auf. Im heimischen Stadion stand die Partie gegen den Hamburger SV auf dem Programm.
Der FC war vor dem Spiel Tabellenletzter der Bundesliga, hatte am vorherigen Wochenende nach der Niederlage gegen Hannover Trainer Zvonimir Soldo entlassen und mit Frank Schaefer als Chef- und Dirk Lottner als Co-Trainer eine interne Interimslösung gefunden.
Den ersten Erfolg feierte das Duo unter der Woche im DFB-Pokal, als man den Zweitligisten 1860 München mit 3:0 nachhause schickte. Das Spiel war nicht überragend gewesen, aber das Auftreten und die Einstellung der Mannschaft hatten sich verändert.
So fuhr ich mit gehörigem Optimismus und einem 2:1 für den FC als Tipp in die Domstadt.
Um kurz nach vierzehn Uhr war ich am Stadion, musste jedoch noch eine knappe Stunde auf meinen "Kartenlieferanten" Günter warten, der gemeinsam mit seiner Begleitung im Stau stand und später als geplant am Stadion ankam. Gegen 15.20 Uhr waren wir dann aber, pünktlich zur Verkündung der Mannschaftsaufstellung und dem obligatorischen stimmungsvollen Singen der Vereinshymne, auf unseren Plätzen im Bliock N14 angelangt.
Es begann ein munteres Spiel, in dem FC von Anfang sein neues Gesicht zeigte: Es wurde gelaufen und gekämpft und es gab Torchancen. Frank Schaefer schien die Jungs gut eingestellt zu haben. Nach monatelanger Abstinenz unter Soldo war Milivoje Novakovic mal wieder in der Kölner Startelf. Und das sollte sich als die richtige Entscheidung herausstellen.
Nach einem Podolski-Freistoß und anschließendem Gestochere vor dem HSV-Tor brachte der Slowene den Ball irgendwie zum 1:0 über die Linie. Der Jubel im Stadion war riesig, verstummte jedoch schon kurze Zeit später, denn der HSV drehte das Spiel innerhalb von dreizehn Minuten wieder zu seinen Gunsten. Petric (15.) und Debütant Son (24.) brachten den HSV in Front.
Leichte Ernüchterung machte sich breit, auch bei mir. War am Ende doch wieder alles wie immer? Bei meinen bisherigen Besuch im "RES" gab es nur zwei Siege, und das waren die letzten beiden Spiele in der 2. Liga vor dem Aufstieg. Danach nur Unentschieden, meist Niederlagen.
Doch die rot-weißen Spieler unten auf dem Rasen, angetrieben von Podolski, blieben unbeeindruckt. Clemens und Podolski mit einem Doppelpass, und der deutsche Nationalspieler legt vor dem Tor quer - Novakovic bringt den Ball zum Ausgleich unter.
Das Stadion tobte.
Schon zu diesem Zeitpunkt hatten sich die 33€, die ich für die Sitzplatzkarte bezahlte hatte, gerechnet. Noch nie hatte ich ein solch tolles Spiel im Stadion erlebt. Zur Pause stand es dann 2:2, fünfzehn Minuten Zeit zum Durchatmen.
In der Halbzeitpause gab es dann das übliche Programm mit Sponsoreninterviews et cetera.
In Halbzeit 2 ging es ebenso munter weiter. In der 53. Minute knallte Guerrero einen Freistoß, leicht abgelenkt von FC-Keeper Varvodic an die Latte. Irgendjemand in meiner Nähe sagte "Jetzt können wir nur noch gewinnen". Kollektives Aufatmen.
In der Folgezeit verflachte das Spiel ein wenig, vor allem der HSV schien Mitte des zweiten Durchgangs mit dem Punkt zufrieden. Und ich muss zugeben: Ich auch. Ich hatte trotz des Tipps nicht mit einem Sieg gegen den "großen HSV" gerechnet und hoffte auf Sicherung des einen Punktes.
Wieder aber hatten die FC-Spieler anderes im Sinn. Begünstigt allerdings auch durch Nachlässigkeiten in der Hamburger Hintermannschaft. Es ist die 84. Minute. Christian Clemens spielt den Ball in Höhe des gegnerischen Sechzehners weit rechts raus auf Verteidiger Miso Brecke. Der hat viel Platz, schlägt den Ball gezielt nach innen und - genau - wiederum ist Nova zur Stelle und erzielt die erneute Führung. Im Stadion flippten nun alle aus. Zum ersten Mal seit knapp zwei Jahren hatte der FC ein Spiel in der Bundesliga gedreht. Aber noch waren einige Minuten zu spielen, die Nachspielzeit wurde auf zwei Minuten festgesetzt. Ich vergrub die Hände in den Taschen, drückte die Daumen. Mit Standing Ovations wurde in der Schlussminute der dreifache Torschütze verabschiedet, für ihn kam Kevin Pezzoni.
Viel brachte der HSV allerdings in den letzten Minuten nicht mehr zustande, lediglich ein Freistoß stand zu Buche, der allerdings in der Mauer hängenblieb.
Schließlich beendete Schiedsrichter Rafati, der dem FC mal wieder einen Sieg "bescherte".
Alles in allem ein rundum gelungener Nachmittag in Köln. Gestört haben mich lediglich die "Meier raus"-Rufe während des Spiels. Sicherlich, Kritik am Manager ist nicht unbedingt unangebracht in der derzeitigen Situation, aber so etwas macht man dann doch bitte vor oder - nach einer Niederlage - nach dem Spiel. Aber während des Spiel sollte man entweder anfeuern oder zum Spiel passende Kritik äußern, meinetwegen pfeifen.
Am kommenden Wochenende gehts für den FC zum 1. FC Nürnberg - aller Voraussicht nach mit Frank Schaefer auf der Trainerbank. Denn der von einigen Fans gescholtene Mangager sagte nach dem Spiel, man wäre doch "mit dem Klammerbeutel gepudert", wenn man jetzt einen anderen Trainer ins Amt hieven würde.
Zumindest für eine Woche ist erstmal Ruhe in Köln. Denn die Trainerdiskussion ist nur ausgesetzt - wie man es in Köln kennt: bis zur nächsten Niederlage.
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1. FC Köln
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