31.05.2010

Köhlers Rücktritt und die Folgen

Als erster Bundespräsident in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat Horst Köhler heute völlig überraschend seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds, das erste Staatsoberhaupt nach 1945, das kein Berufspolitiker ist, war seit 2004 im Amt.

Der Rücktritt war die Reaktion auf die Kritik der Politik an seinen Äußerungen in einem Radiointerview für den Deutschlandfunk am 22. Mai, in dem er sinngemäß ausgesagt hatte, die Bundeswehr müsse im Ausland auch für die Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen der Bundesrepublik eingesetzt werden.

Die darauffolgende Kritik nahm Köhler nun zum Anlass, seinen Rücktritt zu erklären. Seine Frau war während der Ansprache an seiner Seite und der scheidende Bundespräsident war den Tränen nahe.

Er war - anders als die meister seiner Vorgänger - ein unbequemer Bundespräsident, der auch schonmal die Unterschrift unter ein Gesetz verweigerte und damit eine Nachbesserung erzwang. Beim Volk war er beliebt. Seine erste Amtszeit war sehr erfolgreich, seine Wiederwahl gelang nur mit Mühe und das erste Jahr der zweiten Amtszeit konnte nicht an die erste Periode anknüpfen.

Man könnte meinen, der Bundespräsident müsse eine derartige Kritik aushalten können und ich persönlich halte den sofortigen Rücktritt auch für überzogen.
Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) brachte es heute in einem Interview für das ZDF auf den Punkt: Die Regierung, Kanzlerin und Minister seien derartige Kritik gewöhnt, es gehöre zum politischen Tagesgeschehen. Der Bundespräsident aber sei aus der tagesaktuellen politischen Diskussion herauszuhalten, seine Äußerungen dürfe man ob der besonderes Stellung des Bundespräsidenten nicht in dieser Weise kritisieren. Brüderle zog den Vergleich mit dem Bundesverfassungsgericht, dessen Entscheidungen endgültig seien (und es auch sind), auch darüber diskutiere man nicht.

Wie geht es nun weiter?

Zunächst übernimmt der Bremer Oberbürgermeister Böhrnsen die Amtsgeschäfte des Bundespräsidenten. Er tut dies in seiner Funtktion als derzeitiger Präsident des Bundesrates, wie es Artikel 57 des Grundgesetzes vorsieht.

Eine Neuwahl des Bundespräsidenten muss (nach Artikel 54 Absatz 4 des Grundgesetzes) innerhalb von 30 Tagen stattfinden, also spätestens am 30. Juni 2010. Gewählt wird der neue Präsident durch die Bundesversammlung, die aus den Mitgliedern des Bundestages und ebensovielen Vertretern der Länder besteht. (Art. 54 Abs. 3 GG).

Der Rücktritt eines Bundespräsidenten ist ein bisher einmaliger Fall, alle vorherigen Bundespräsidenten waren jeweils volle Amtszeiten im Amt.

Wer der neue Bundespräsident oder die neue Bundespräsidenten wird, darüber wird sicherlich in den nächsten Tagen und eventuell auch Wochen diskutiert werden. Aber vielleicht schaffen es die Parteien auch schnell, sich auf Kandidaten festzulegen.

Personen, die ich nicht gern als Bundespräsident sehen würde, fallen mir spontan viele ein. Bei Männern oder Frauen, die ich befürworten würde, sieht es schon schwieriger aus. Vorstellen könnte ich mir beispielsweise Hans-Jürgen Papier, den ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes oder auch Bundestagspräsident Norbert Lammert. Aber vielleicht wird es auch jemand, der bisher völlig außerhalb der Politik steht.

30.05.2010

Heute sind wir alle Lena

In den letzten Jahren war der Grand Prix d'Eurovision de la Chanson oder Eurovision Song Contest, wie die Veranstaltung ja mittlerweile heißt, für die deutschen Vertreter wenig erfolgreich, teilweise desaströs. Nach dem schlechten Abschneiden im Jahr 2009 (geteilter 23. und damit vorletzter Platz für Alex Swings Oscar Sings mit "Miss Kiss Kiss Bang") ging die ARD als Veranstalter des deutschen Anteils eine Kooperation mit ProSieben ein, wo namentlich Stefan Raab für die Auswahl des deutschen Teilnehmers sorgen sollte. Mit der Show "Unser Star für Oslo" wurde eben jener gekürt. Die zuvor völlig unbekannte Abiturientin Lena Meyer-Landrut setzte sich in diesem Wettbewerb durch und startete beim Eurovision Song Contest 2010 in Oslo mit dem Stück Satellite.

Eigentlich wollte ich mir den Wettbewerb in diesem Jahr gar nicht anschauen, hatte auch den Hype um Lena, der in den deutschen Medien in den vergangenen Wochen herrschte, weitgehen links liegen gelassen. Nun war ich gestern Abend bei einer guten Freundin und wir haben dort den Anfang der Show gesehen. Die Beiträge rissen einen größtenteil nicht wirklich vom Hocker, trotzdem war ich mir sicher, dass "die Länder in Osteuropa sich wieder die Punkte zuschieben" und eins dieser Länder auch gewinnen würde.
Den deutschen Beitrag konnte ich dann im TV nicht verfolgen, da ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Heimweg war. Mit Beginn der Punktevergabe telefonierte ich dann jedoch mit Isabell, die mich über das Geschehen auf dem laufenden hielt. Ungläubig ließ ich mir sagen, dass Deutschland weit vorne liege und ständig hohe Punktzahlen erhalte. Soweit ich das beurteilen konnte, hatte ich Lena durchaus zugetraut, bessere Platzierungen als die letzten Kandidaten zu erreichen, ich hatte sie aber nicht in den Top 10 erwartet. Nun, der Sieg Deutschlands zeichnete sich in diesem Fall recht früh ab, war nach 33 von 39 Wertungen entschiedene Sache. Gegen zehn nach zwölf war ich dann zuhause angekommen, schaltete direkt den Fernseher ein und bekam gerade noch die offizielle Bekanntgabe von Lenas Sieg mit. Danach sang sie dann ihr Lied nochmal und bedankte sich bei den Zuschauern und offenbarte, dass sie das alles noch nicht recht glauben könne.

Neunmal gab es am Samstag Abend "Germay, twelve points", dazu fünf mal zehn und viermal acht Punkte. Nur fünf von 39 teilnehmenden Ländern bedachten Deutschland mit null Punkten.

Das Lied "Satellite" ist ein wunderschönes Lied, das von Lena toll interpretiert wird. Sie hat heute bereits angekündigt, den Titel im nächsten Jahr verteidigen zu wollen. In Berlin, Hamburg, Hannover oder Köln, je nachdem wo der ESC 2011 stattfinden wird.

Auch weiterhin stehe ich der Veranstaltung durchaus kritisch gegenüber und es ist fraglich, ob man die Stimmen nicht anders gewichten sollte. Und wenn in den nächsten Jahren deutsche Vertreter wieder schlechte Ergebnisse einfahren (sollten), werden derartige Diskussionen auch wieder geführt werden.

Fürs erste sollten wir uns jedoch für Lena, Stefan Raab und für uns freuen, dass wir nach 28 Jahren auch mal wieder den Grand Prix gewonnen haben.

Apropos 28 Jahre: Lenas Sieg ist erst der zweite deutsche Triumph in der Geschichte von Grand Prix und ESC. 1982 hatte die Schlagersängerin Nicole mit "Ein bißchen Frieden" Europa verzaubert und den Wettbewerb gewonnen. Man sollte meinen, dass sie sich vielleicht jetzt mit Lena freut. Mitnichten, leider. Wie einem Artikel der WELT Online zu entnehmen ist, ist die mittlerweile 45jährige "abgetaucht" und auch ihr Ehemann wollte eine Anfrage nicht beantworten. Schade ist auch, dass Ralph Siegel ein schlechter Verlierer zu sein scheint.

Freuen kann sich auch die ARD, denn der Contest bescherte ihr eine Topeinschaltquote, die sogar das teils zeitlich parallel laufende Fußballländerspiel Ungarn-Deutschland hinter sich ließ. Insgesamt war es die beste Einschaltquote bei einem Grand Prix seit Einführung des Privatfernsehens.

Weiterlesen:
Wikipedia über Lena Meyer-Landrut
Wikipedia über den ESC 2010
SPIEGEL ONLINE über Lenas Rückkehr nach Deutschland
J.A. Blog über den ESC 2010
Normcast über Lenas Sieg

Und hier ist der Siegersong - mittlerweile bei mir ein echter Ohrwurm - nochmal zum Hören und Sehen:

28.05.2010

Freitags-Füller, KW 21/2010


Wie gewohnt, der Freitagsfüller :) Wie immer: Danke an Barbara


1. Ohne Podcasts kann ich nicht einschlafen.

2. Ich bin dann jetzt mal weg, bis später.

3. Wenn man etwas erreichen will, muss man lernen, wieder aufzustehen, wenn es einen umgeworfen hat.

4. Isabell ist ein großer Teil meines Lebens .

5. Ich freu mich so auf den Sommer.

6. Ich bin anders als viele und das ist auch gut so.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mal sehen, morgen habe ich was spontanes geplant und Sonntag möchte ich mich überraschen lassen!

27.05.2010

Schilder from Hell #5


Manchmal sind's der Punkte zuviel...

Gesehen an der Haltestelle "Ruhr-Universität" in Bochum.

26.05.2010

Twittwoch 1

Mal wieder was Neues... Im "Twittwoch" werde ich die fünfzehn besten Tweets der letzten Stunden oder Tage, die in meiner persönlichen Timeline erschienen sind, zum Besten geben. Natürlich ist das Ganze rein subjektiv. Kommentare sind ausdrücklich erwünscht :) Die Tweets sind chronologisch von neu nach alt sortiert.

Für die Einbettung verwende ich übrigens das Tool BlackBird Pie. Verbesserungswürdig ist das Tool allemal noch, zum Beispiel sollte es möglich sein, den richtigen Zeitstempel zu verwenden. Aber trotzdem eine nette Sache :)

„Luke, ich bin Dein Scharnier.“less than a minute ago via web



Was ist eigentlich die Strafe, wenn man sich nicht an den unterschriebenen "Selbstmordverzicht" hält?less than a minute ago via web



++ Hochwasser: Ungarn in Not ++ EU sagt schnelle Hilfe zu ++ Wegen hoher Sandpreise bereits 1 Million Säcke mit Euroscheinen befüllt ++less than a minute ago via web



Roland Kochs Karriere in ???-Folgen:

- Das schwarze Monster (1999)
- Die gefährliche Erbschaft (2000)
- Das düstere Vermächtnis (2010)less than a minute ago via Power Twitter



zeitreisen!? Und wer hats erfunden? Natürlich die Schweizer! http://twitpic.com/1r6y6kless than a minute ago via Twitpic



Töchterlein gestern "Mama, hast du auch Muttermilch? Kann ich mal probieren?"less than a minute ago via web



Nichts ist so dehnbar wie "Nur noch fünf Minuten".less than a minute ago via dabr

Der ESC. Einmal im Jahr dürfen die Weißrussen auch wählen. /via @RC_KHless than a minute ago via Twitterrific



Lustig, da sendet ProSieben mal was abwertendes über einen Kindstar und die ganzen Kinder schreiben "FickDich" auf Twitter. Arme Zukunft.less than a minute ago via Twitter for iPhone



Hallo Dusche. Darf ich mit dir eine Dreiecks Beziehung eingehen? Ich hätte da eben noch das Bett,...das will mich halt auch... verstehst du?less than a minute ago via TweetDeck



Wenn das Kind bei "Ich packe meinen Koffer" eine Ohrlochstechpistole, eine Guillotine und einen Kotzgeier einpackt - das ist normal, oder?less than a minute ago via web



In Berlin gastiert die Porzellanausstellung "Zauber der Zerbrechlichkeit".

Dachte erst, da ginge es um verletzte Nationalspieler.less than a minute ago via Power Twitter



Die Meinungsfreiheit von Kindern endet ja schlagartig an dem Punkt, wo sie diesen Lena-Song gut finden. Also: bei uns.less than a minute ago via web



Behörde will Jagdschein mit der Begründung entziehen, "dem Antragsgegner fehlt die nötige Unzuverlässigkeit".less than a minute ago via TweetDeck



Das Serienende von #Koch finde ich ja dramaturgisch nicht sonderlich überzeugend.less than a minute ago via twidroid

25.05.2010

Happy Towel Day!

Ich muss gestehen, ich habe heute kein Handtuch mit mir herumgetragen, obwohl ich es eigentlich vorhatte. Der 25. Mai ist - wie zumindest alle Fans von "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy" (zu Deutsch "Per Anhalter durch die Galaxis") wissen, der sogenannte "Towel Day", der im Gedenken an den 2001 verstorbenen Autor dieser Kult-Science-Fiction, Douglas Adams begangen wird.

Laut dem "Hitchhiker" ist nämlich ein Handtuch aus diversen Gründen das Nützlichste, was man als interstellarer Anhalter dabei haben kann. Man kann darauf an wunderschönen Stranden ein Sonnenbad nehmen, sich vor der Sonne schützen, sich darin einwickeln und sich - sofern es noch sauber genug ist - damit abtrocknen. Angeblich soll es einen sogar vor dem Gefräßigen Plapperkäfer von Traal schützen. Der Plapperkäfer ist ein sehr gefährliches, sehr gefräßiges, aber auch sehr dummes Wesen: Es geht davon aus, dass es einen nicht sieht, wenn man es nicht sieht. Man wickele sich also einfach ein Handtuch ums Gesicht und ist in Sicherheit.

Um diesem Kult zu huldigen, tragen die Fans an diesem Tag ein Handtuch mit sich herum.

Hier nun noch mein fotografischer Beitrag zum Towel Day:



Auf dem Foto sieht man Dinge, die ein wahrer Hitchhiker-Fan haben sollte: Ein großes Handtuch, die fünfteilige Romantrilogie in einem Band, das Originalhörspiel auf Kassette und CD sowie die "Radio Scripts" der ersten Hörspielreihe als Buch.

Jedoch ist dieses Sortiment nicht vollständig, denn es gibt noch einiges mehr...

DON'T PANIC!

Towel-Day.com
Wikipedia über Douglas Adams
Wikipedia über den Towel Day
Wikipedia über "42"
Wikipedia über "Per Anhalter durch die Galaxis"

24.05.2010

Übersetzen, bitte... aber richtig

Ich liebe Star Trek heiß und innig, auch die mittlerweile sehr angestaubte Originalserie aus den 1960ern. Viele dieser Folgen wirken heute teils gewollt oder ungewollt komisch und gerade die deutsche Synchronisation lässt die Charaktere manchmal lächerlich wirken. Doch nicht nur die Dialogregie hat sich den ein oder anderen Schnitzer erlaubt, manchmal möchte man auch denjenigen, der für die deutschen Episodentitel zuständig ist, fragen, wss er sich dabei gedacht hat.

Hier sind ein paar Beispiele:

In der ersten Staffel der Serie gibt es die Folge mit dem Originaltitel "Dagger of the Mind". Die Enterprise unter Captain Kirk besucht eine Strafkolonie auf dem Planeten Tantalus IV, zu der auch eine Art Nervenheilanstalt gehört. Dort werden mit einer geheimnisvollen Maschine Gehirnexperimente mit teils verheerenden Folgen durchgeführt. Dieses Gerät wird in der Folge als Neutralisator bezeichnet.

Der Originaltitel ließe sich wörtlich etwa mit "Dolch des Verstandes" übersetzen, den Titel würde man im Kontext der Folge auch verstehen. Auch eine andere, nicht wörtliche Übersetzung wäre denkbar. Der deutsche Titel, der letztendlich gewählt wurde, ist umständlich und sperrig: "Der Zentralnervensystemmanipulator". Herrlich, oder? Die Folge insgesamt weiß allerdings auch nicht wirklich zu überzeugen.

Ein weiteres Übersetzungsmissverständnis findet sich ebenfalls in der ersten Staffel, es ist dies die Episode "The Galileo Seven". Wie schon bei "Dagger of the Mind" handelt es sich um eine eher schwache Folge. Der deutsche Titel "Notlandung auf Galileo Sieben" klingt spannend und auf den ersten Blick passend. Wenn man die Folge jedoch gesehen hat, ist einem klar, dass der Titel unglücklich gewählt ist: Niemand landet in der Episode auf etwas das Galileo Sieben heißt. Galileo Sieben ist der Name der Enterprise-Raumfähre, mit der sieben Besatzungsmitglieder von Kirks Schff auf dem Planeten Taurus II abstürzen. Klingelts? Richtig, der amerikanische Titel spielt auf die sieben Besatzungsmitglieder und ihr Shuttle an.
Eine Übersetzung mit "Die sieben von der Galileo" oder wenigstens "Notlandung mit Galileo Sieben" wären besser gewesen.

Ebenfalls in der ersten Staffel von "Raumschiff Enterprise" angesiedelt ist "Balance of Terror", eine richtig gute und spannende Folge, in der die Enterprise es mit den Romulanern zu tun bekommt. Diese Folge gehört zu meinen persönlichen Lieblingen der Originalserie. Der deutsche Titel hier lautet: "Spock unter Verdacht".

Die Romulaner, soviel für alle, die keine oder wenig Ahnung von "Trek" haben, sehen den Vulkaniern (zu denen Mr. Spock gehört), sehr ähnlich. Das ist nicht verwunderlich, stammen doch beide Rassen ursprünglich vom selben Planeten.
In dieer Folge bekommen laut Star Trek die Menschen erstmals einen Romulaner zu Gesicht. Das Mr. Spock unter Verdacht geraten könnte, etwas mit dieser feindlichen Rasse zu tun zu haben, vielleicht sogar ein Spion sein könnte, wäre möglich. Wäre dies so, wäre der Folgentitel gerechtfertigt, zumindest dann, wenn von einem größeren Teil der Enterprise-Besatzung oder den Führungsoffizieren solch ein Verdacht erhoben würde. Jedoch ist der Navigator Lieutenant Stiles der einzige, der diesen Verdacht äußert. Daher suggeriert der deutsche Titel etwas, das so in der Folge nicht vorkommt. "Gleichgewicht des Terrors" wäre die wörtliche Übersetzung des Originaltitels und auch hier wäre sie passend gewesen.

Einen habe ich noch. In der dritten Staffel der Serie spielt die Folge "That which survives", eine durchschnittliche, passabel unterhaltende Folge. Die Enterprise fliegt einen bisher unbekannten, jungen Planeten an und Kirk beschließt, diesen zu untersuchen. Während der Außenmission stoßen Kirks Männer auf eine attraktive Frau, die einen Offizier durch Berühung tötet und in der Folge auch die anderen töten will.
Am Ende stellt sich heraus, dass die Frau die Aufzeichnung von Losira darstellt, der Kommandantin eines Außenpostens, der auf dem Planeten betrieben wurde. Sie hat den Computer des Postens so programmiert, dass er den Planeten beschützt. Mithilfe von Mr. Spock wird der Computer zerstört und die Gefahr durch die holografische Losira so gebannt. Wie gesagt, eine mittelmäßige Folge, die aber Spaß macht. Der Titel wäre mit "Das, was überlebt" wörtlich und auch passend zu übersetzten gewesen. Der deutsche Titel jedoch ist in jeder Hinsicht kitschig und albern, wenn er auch in gewisser Weise inhaltlich passend ist: "Gefährliche Planetengirls".

Nicht nur dieser Titel stört an der Episode, sondern auch einige unnötige Sprüche, die die deutsche Dialogregie eingefügt. So sagt Spock etwa nach einem Angriff auf das Schiff und einen daraus resultierenden Sturz aus dem Kommandosessel: "Ich bin mit der Rübe gegen die Kante gerempelt."
Der genialste Spruch ist jedoch der letzte Satz von Kirk in der Folge, den er an Spock richtet: "Was verstehen Sie schon von Frauen, Sie Sexmuffel."

Soweit die - meiner Meinung nach - dämlichsten Folgentitel der Originalserie aus den Jahren 1966-1969.

In den späteren Star Trek-Serien The Next Generation, Deep Space Nine, Voyager und Enterprise finden sich kaum derartige Verirrungen in der Folgenbetitelung.

Einer jedoch ist mir noch untergekommen, es ist ausgerechnet die Folge, in der wir zum ersten Mal die Borg sehen. Zweite Staffel von The Next Generation, die Folge heißt "Q Who".

Q (ein übermächtiges Wesen) kommt erneut auf die Enterprise. Er möchte als Besatzungsmitglied aufgenommen werden, was Captain Picard ablehnt. Q ist nicht erfreut darüber und schleudert die Enterprise mit dem Hinweis, man wisse gar nicht, was einem bevorsteht, mehrere tausend Lichtjahre durch die Galaxie. Nahe des Systems Y-2-5 stößt man auf ein kubusförmiges Raumschiff mit einer Besatzung, die aus kybernetisch-humanoiden Cyborgs besteht: Die Borg.

Man untersucht das Schiff, letztendlich kommt es zum Kampf, bei dem einige Besatzungsmitglieder ums Leben kommen. Nachdem Picard zugegeben hat, dass er Qs Hilfe braucht, versetzt dieser die Enterprise wieder an den Ausgangsort.

Diese Episode ist inhaltlich klasse. Sie hat Spannung, Dramatik, Raumschlachten, Grundlagen für viele spätere Folgen und den achten Kinofilm werden gelegt. Bei der Synchronisation ins Deutsche ist beim Titel ein - klassischer? - Fehler unterlaufen. "Zeitsprung mit Q" lautet er. Einen Zeitsprung sucht man jedoch in der ganzen Episode vergeblich. Wahrscheinlich hat man einfach - warum auch immer, jeder halbwegs gebildete Mensch sollte das meiner Meinung nach wissen - mit dem Begriff Lichtjahr eine Zeiteinheit gemeint. Es gibt ja den berühtem Witz, in dem eine Frau ihren Partner fragt: "Schatz, wie lange dauert ein Lichtjahr?" Dass ein Lichtjahr jedoch eine Entfernungseinheit (etwa neuneinhalb Billionen Kilometer) darstellt, war scheinbar niemandem bewusst. Ein ärgerlicher Schnitzer, der jedoch der Folge ansonsten nicht schadet.

23.05.2010

Update - 23.05.2010

Die Veränderungen, die das Jahr 2010 versprach, werden so langsam konkreter.

Meine aktuelle Wohnung ist gekündigt, die potenzielle neue schon in Aussicht. Es hängt noch - wie so oft an einigen Formalitäten.

Derweil geht hier schon das Ausmisten los. Ich habe in dieser Woche zwei Säcke mit Wäsche zum Altkleidercontainer gebracht. Man glaubt gar nicht, was man für Sachen im Schrank hat, die man seit Jahren nicht mehr getragen hat und die gar nicht mehr passen und/oder (nicht) mehr schön sind. Auch einiges an geschreddertem Papier hat diese Bude hier schon verlassen und weiteres wird folgen. Da ist es ebenfalls unglaublich, was sich so alles ansammelt.

Von einigen Medien - Büchern, CDs, Zeitschriften - werde ich mich auch noch trennen (weniger mithilfe der Entsorgung, sondern eher durch eBay) und ein Teil der Einrichtung (insbesondere der Großteil der Küche) wird sich auf dem Sperrmüll wiederfinden. Zwar will ich in der neuen Wohnung nicht mit einer "Nullmöblierung" anfangen, aber gewisse "Altlasten", die dann kurzfristig doch weg müssten, sollen gar nicht erst mitgenommen werden.

Mein einsemestriges Kurzstudium in Jura schließlich läuft auch ganz gut. Ich picke mir angesichts der Tatsache dass ich nur dies eine Halbjahr dort bin natürlich die Rosinen raus, höre das, was mich besonders interessiert und wovon ich (für meine zukünftige Ausbildung oder für mich privat) am meisten mitnehmen kann.

Kreative Sachen wie dieses Blog, mein Schreibprojekt und insbesondere auch der Podcast kommen leider derzeit zu kurz. Das wird sich hoffentlich nach dem Umzug und einer gewissen "Einpendlungszeit" wieder geben, dann werde ich dafür wieder (mehr) Zeit erübrigen können.

Bleibt noch das Projekt 90. Es lief bisher immer nur kurzzeitig, brachte noch keinen wirklichen Erfolg, insgesamt stagniert mein Körpergewicht. Druck bekommen habe ich jetzt durch schriftliche Mitteilung meines zukünftigen Arbeitgebers, der mich auffordert, gegen mein Übergewicht und meinen erhöhten Blutdruck anzugehen. Ich war kürzlich zur Untersuchung und für das kommende Frühjahr wird eine weitere Untersuchung angesetzt. Das ist genügend Zeit, etwas zu tun und ich habe mir realistich vorgenommen, bis dahin ein zweistelliges Gewicht zu erreichen. Mit Sport und einer etwas anderen Ernährung dürfte das auch machbar sein.
Ich tue das aber nicht nur, um beruflich Probleme zu vermeiden, sondern im Besonderen auch für mein eigenes Wohlbefinden und meine Gesundheit.

Das Wetter ist zumindest an diesem Wochenende ja endlich mal sehr annehmbar. Derzeit haben wir einen leicht bewölkten Himmel und warme Temperaturen. Da passt es sehr gut, dass meine Eltern heute zum Grillen eingeladen haben. Das wird, denke ich, einen netten Abend mit der Familie geben, bei leckerem Essen. Das letztere werde ich aber nur in Maßen genießen, denn ich habe schon gestern etwas über die Stränge geschlagen, was die Kalorien angeht und möchte das heute nicht noch mehr verstärken. In der kommenden Woche wird das Sportpensum daher auch etwas üppiger ausfallen.

21.05.2010

Freitags-Füller, KW 20/2010



1. Ich hatte gerade Eis zum Frühstück.

2. Entspannenden Kurzurlaub bei meinen Großeltern, das brauche ich immer wieder.

3. Der dritte Satz auf der 6ten Seite des Buches, was ich gerade lese, lautet : "Vielleicht gibt es Grenzen, die ein Mensch nicht überschreiten sollte." (Andreas Eschbach, "Quest").

4. Gut gewürztes Essen, darauf bin ich total scharf;-) .

5. Ich ging insgesamt vierzehn Jahre zur Schule.

6. Mr. Bean bringt mich immer wieder zum Lachen. .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Basketball-Testspiel gegen den TV Datteln , morgen habe ich einen ruhigen Tag zum Lernen geplant und Sonntag möchte ich zu meinen Eltern zum Grillen!

17.05.2010

Die WM kann kommen! - "Gimme Hope, Joachim..."

Grade bei Arnd Zeigler gesehen und direkt mal verlinkt: Der "WM-Sommerhit des Jahres":

Basta mit "Joachim Gimme Hope"



Spaßiges Lied, gefällt mir.

Schilder from Hell #4

Polizeirevier oder Frisörsalon? Gesehen und fotografiert in Dortmund-Dorstfeld, Nähe Haltestelle Wittener Straße.

16.05.2010

14.05.2010

Freitags-Füller, KW 19/2010



1. Wenn ich mir einen faulen Tag mache, habe ich hinterher meistens ein schlechtes Gewissen.

2. Manchmal fühle ich mich sehr produktiv.

3. Ich mag kleine Katzen und große dicke Bücher.

4. In diesem Sommer möchte ich umziehen.

5. Um meine geistigen Ergüsse der Welt mitzuteilen, darum habe ich angefangen zu bloggen.

6. Rot und weiß sind die Farben meines Lieblingsvereins und orange ist die Farbe der Partei, die bei der Landtagswahl gewählt habe.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf nichts besonderes, morgen habe ich eine "lange Star Trek-Nacht" geplant und Sonntag möchte ich ins Archäologie-Mueseum hier in Herne!

11.05.2010

Home, sweet home

In knapp zweieinhalb Monaten steht ein Umzug an. Das ist Fakt. Die Wohnung ist gekündigt, die Kündigung auch bestätigt.
Nach etwas über fünf Jahren werde ich Herne den Rücken kehren. Ich habe gerne hier gewohnt - aber wirklich halten tut mich hier nichts, zumal mit dem Umzug auch eine positive(re) Zukunft verbunden ist, besonders in beruflicher Hinsicht.

Die Stadt, in der ich in den nächsten Jahren leben werde, steht auch schon fest. Es ist die vierte Stadt, in der ich dauerhaft wohnen in meinem bisherigen Leben.
Am letzten Sonntag habe ich mir die erste Wohung in dieser Stadt angeschaut - in erfreulicher Nähe zu der Einrichtung, die in den nächsten Jahren zumindest halbzeitig meine Lern- und Ausbildungsstätte sein wird.
In aller Herrgottsfrühe, um zwanzig nach sechs, habe ich das Haus verlassen und bin mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin gefahren. Die Lage der Wohnung in der Nähe einer Stadtbahnhaltestelle machte sie noch attraktiver für mich. Gemeinsam mit mir schaute sich eine weitere Bewerberin die Wohnung an, eine junge Frau mit einem kleinen Kind. Die Wohnung war nichts außergewöhnliches, aber preislich günstig und gut geschnitten. Allerdings war sie noch bewohnt und der Noch-Mieter auch anwesend, so dass man in der Besichtigung etwas eingeschränkt war, zumal "alle Mann" gleichzeitig die Bude besichtigten.

Genommen hätte ich die Wohnung gerne, da sie einen positiven Eindruck machte und einen guten Standort hatte. Zunächst sah es auch so aus, als bekäme ich den Zuschlag. Ich konnte dem Vermieter versichern, dass ich zumindest drei Jahre in der Wohnung wohnen würde, bei der Dame hatte er (meiner Meinung nach berechtigte) Zweifel, dass sie lange seine Mieterin sein würde. Den Ausschlag gab dann allerdings die Tatsache, dass die junge Dame stante pede einziehen kann, ich jedoch erst im August. Damit war die Besichtigung dann für mich auch beendet.

Der lange Weg dorthin und das frühe Aufstehen hatten also nichts zählbares gebracht. Aber: Gerechnet hatte ich auch nicht damit, denn wer zieht schon in die erste Wohnung wirklich ein, die er sich anschaut? In Großstädten stehen ohnehin viele Wohnungen leer und ich habe keine Bange, dass ich bald eine passende Bleibe finden werde.

09.05.2010

Schilder from Hell #3

Gesehen auf dem Waltroper Marktplatz während der Kirmes am 1. Mai.

08.05.2010

"Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen"

Am vergangenen Samstag (1. Mai 2010) traten die Landesliga-Basketballer des GV Waltrop zum letzten Spiel der ersten Saison nach dem Rückzug aus der 1. Regionalliga an. Gegner im heimischen Sportzentrum Nord war der TV Wolbeck aus Münster.

Während GV-Trainer Christoph Großerohe auf den kompletten Kader zurückgreifen konnte, reisten die Gäste lediglich mit fünf Spielern an, die demnach alle komplett durchspielen mussten. Ein Vorteil für die Waltroper, sollte man meinen.

Vor den etwa 70 Zuschauern im "SpoNo" kamen die Gastgeber passabel ins Spiel (3:2), liefen danach jedoch beständig einem Rückstand hinterher, der zur Halbzeit zwölf Punkte betrug (28:40).

In der Halbzeitpause muss Coach Großerhode wohl deutliche Worte gefunden haben, denn seine Jungs starteten fulminant mit einem 10:0-Lauf in das dritte Viertel, blieben aber auch weiterhin in Rückstand. Aber es deutete sich bereits ein enges Spiel bis zum Schluss an. In der zweiten Hälfte des letzten Viertels ging der GV dann unter großem Jubel der Zuschauer wieder in Führung und sollte diese auch bis zum Schluß nicht mehr abgegeben. Die Spannung blieb bis zur Schlusssirene erhalten, aber der letzte Korbversuch der Gäste verfehlte sein Ziel. Waltrop siegte äußerst knapp mit 68:67.

So beendet der GV Waltrop die Saison 2009/2010 mit einem Sieg und erreichte in der Landesliga 7 Herren einen respektablen fünften Platz. Der tapfer kämpfende Gast aus Wolbeck beendet die Spielzeit auf Rang 9. Dem Team ist Hochachtung zu zollen, denn ein solches Spiel ohne Wechselmöglichkeit bis zum Ende offen zu halten ist schon eine respektable Leistung.
"Heute hat die glücklichere Mannschaft das Spiel gewonnen", so ein Anhänger der Heimmannschaft nach der Partie.

Souveränder Meister der Liga ist die CSG Bulmke aus Gelsenkirchen, die auch das letzte Spiel gegen Friesen Telgte gewann (81:41) und damit ungeschlagen in die Oberliga aufsteigt.

Das letzte Viertel des Waltroper Spiels habe ich in Großteilen in bewegten Bildern festgehalten. Leider endet das letzte Video mit der Schlußsirene, weil just in diesem Moment der Akku schlapp machte...

Teil 1



Teil 2



Teil 3



Teil 4

07.05.2010

Freitags-Füller, KW 18/2010



1. Wo sind meine *gnihihi* Förmchen?

2. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, wär'n wir alle Trilliardäre.

3. Ich würde jetzt gerne das Meer sehen .

4. Als ich ein Teenager war dachte ich, später wird alles viel einfacher, wenn man nicht mehr zuhause wohnt und machen muss, was die Eltern sagen. Größtenteils war das ein Trugschluß.

5. Meine Mutter sagte immer : "Essen!"

6. Ich könnte ganz schlecht ohne Freunde, Bücher und Schokolade leben.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf viele gute Bücher-Seiten , morgen habe ich das Anschauen der letzten Sky-Bundesliga-Konferenz dieser Saison geplant und Sonntag möchte ich zur Saisonabschlußfeier meines Basketball-Vereins!

Vielen Dank wie immer an die liebe Barbara für diesen Freitags-Füller

02.05.2010

Schilder from Hell #2


Gesehen an einer Bushaltestelle in Dortmund-Brackel...