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12.09.2011

Bye, bye, Buschi!

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat durch das gestrige 75:84 gegen Litauen den Einzug ins Viertelfinale der Europameisterschaft und damit auch die Chance auf die Teilnahme an Olympia 2012 verpasst. Die Nationalmannschaftskarriere von Superstar Dirk Nowitzki wird damit - aller Voraussicht nach - ihr Ende gefunden haben. Auch Bundestrainer Dirk Bauermann nimmt seinen Abschied um sich ganz auf seine neue Aufgabe als Trainer des BBL-Aufsteigers Bayern München zu widmen.

Aber auch der Reporter geht: Wie Frank Buschmann heute in seiner Kolumne auf Sport1.de schreibt, beendet er nach einer Dekade seine Tätigkeit als "Hofreporter" der deutschen Basketball-Nationalmannschaft.

Wirklich schade. Im Gegensatz zu manch drögem Sportreporter, für die Deutschland ja schon fast berühmt ist, ist Frank Buschmann immer mit dem Herz bei der Sache, sowohl beim Fußball als auch, ganz besonders, beim Basketball. Unvergessen die zahllosen legendären Sprüche während siner zahlreichen Reportagen. Vielleicht kommt er irgendwann einmal wieder, wer weiß. In den letzten Jahren gehörte "Buschi" einfach zum Inventar des deutschen Basketballs. Nicht nur ich werde ich vermissen.

10.09.2011

Die Hoffnung lebt

Nach der Auftaktniederlage gegen Spanien und mit den starken Türken vor der Brust sah es für die deutsche Basketballnationalmannschaft in der Zwischenrunde der EM gar nicht gut aus. Do or die hieß es vor dem Spiel gegen die Türken. Ich habe das Spiel leider nur über den Sportschauticker verfolgen können - und es war superspannend. Nach dem ersten Viertel mit nur sechs Punkten hab ich kaum noch was auf die "Bauermänner" gegeben, aber wie sie dann zurück gekommen sind und als MANNSCHAFT gezeigt haben, was möglich ist, fand ich beeindruckend. Der Traum von Olympia 2012 lebt also weiter, am Sonntag muss "nur" noch Gastgeber Litauen geschlagen werden, dann ist die Mannschaft im Viertelfinale. Und Dirk Nowitzki wird noch weitere Länderspiele machen. Zwei gute Gründe, das Spiel zu gewinnen.

15.06.2011

[Rezension] Sartorius/Mölter/Nowitzki - Nowitzki


Sartorius/Mölter/Nowitzki - Nowitzki
rororo
288 Seiten
8,95€

Klappentext
Die Geschichte des besten deutschen Basketballers, erzählt von den Journalisten Peter Sartorius und Joachim Mölter - und von Dirk Nowitzki selbst.

Meine Meinung
Ein Glücks- und Zufall trieb dieses Buch in meine Hände: Ein paar Minuten Wartezeit am Schwerter Bahnhof, ein Wühltisch in der Bahnhofsbuchhandlung - und für drei Euro wär dieses Schätzchen mein.

Das Buch beschreibt die ganze Nowitzki-Geschichte. Es berichtet von seiner Jugend in und um Würzburg. Besonderes Augenmerk legen die Autoren auf die frühe sportliche Prägung Nowitzkis, bei dem Basketball eigentlich nur die dritte Wahl ist: Handball und Tennis sind zunächst die Sportarten, in denen er erfolgreich ist. Geprägt ist das ganze durch seine sportliche Familie. Der Vater spielte erfolgreich Handball, die Schwester und die Mutter wie er später auch Basketball. Einen Wendepunkt stellt die Begegnung mit Holger Geschwindner dar, einem früher selbstsehr erfolgreichen Basketballer. Dieser erkennt das Talent Nowitzkis und fördert ihn, wo er kann, wird sein persönlicher Trainer.
Der Sprung in die NBA kostet Nowitzki einige Überwindung und Überredungskünste seitens der Dallas Mavericks. Bis zum Start der ersten Saison, die zudem wegen eines Arbeitskampfes noch verkürzt ist, kommt ihm das alles unwirklich vor und er will eigentlich gar nicht weg aus Deutschland.
Mit den Jahren etabliert er sich dann in der besten Basketballliga der Welt und wird ein überragender Spieler.
NIcht nur die NBA ist Thema in dieser Biographie, auch auf Nowitzkis Nationalmannschaftskarriere wird ausführlich eingegangen.
Das Buch endet mit den Olympischen Spielen 2008, bei denen Nowitzki für das deutsche Olympiateam als Fahnenträger voranging.

Zwischen den von Sartorius und Mölter verfassten Kapiteln kommt immer wieder Dirk Nowitzki in kurzen Abschnitten aus seiner persönlichen Sicht zu Wort. Einiges wiederholt sich dadurch, durch die unterschiedliche Perspektive ist aber auch dies interessant.

Insgesamt ist das Buch eine gute Gelegenheit, sich mit dem besten deutschen Basketballer vertraut zu machen. Ich bin selbst großer Nowitzki- und Basketballfan, wusste aber über seine Kindheit und Jugend und den Einstieg in die NBA bisher nicht viel. In kompakten Umfang liefert das Buch eigentlich alles, was man wissen muss. Einige schöne Farbfotos komplettieren das Werk. Es ist allerdings nicht mehr das aktuellste (es gibt bereits eine neuere Biographie) und hat sich mit dem Titelgewinn in der NBA sicherlich eine bearbeitete Neuauflage verdient.

Bewertung: 100 Prozent Nowitzki. Flüssig lesbar, informativ, spannend. 5/5.