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21.12.2012

Milli und Kai

Mein VHS-Schreibkurs ist für erste vorbei. Ende Februar startet eine Schreibwerkstatt mit derselben Dozentin, dann wird es mich wieder einmal die Woche nach Düsseldorf ziehen.

Seit Anfang November arbeite ich - derzeit eher sporadisch - an einem Romanprojekt. Schon 2009 hatte ich ein solches begonnen, das alte liegt aber seit über zwei Jahren unangesehen auf der Festplatte herum.

Beim aktuellen Projekt nähere ich mit der 20-Seiten-Marke, bisher sind es fünf Kapitel.
Das zweite, ziemlich dialoglastige Kapitel, möchte ich euch hier ausschnittsweise mal vorstellen.
Es geht ziemlich belanglos zu und den Dialog sollte man - auch nach Aussage der Schreibkurs-Dozentin - stark umschreiben, weil er ziemlich nichtssagend ist, zudem sollten Dialoge in Romanen nicht so ablaufen, wie sie in der Wirklichkeit vorkommen.
Sollte das Buch also irgendwann mal fertig werden oder gar erscheinen, wird dieses Kapitel sicherlich noch überarbeitet sein...

Dennoch viel Spaß beim Lesen (wenn ihr vor dem Weltuntergang heute noch dazu kommt...


 
Draußen vor der Tür rauschte der Verkehr entlang, eben fuhr eine vollbesetzte Straßenbahn vorbei.
Es war frisch draußen. Ich hätte meine Jacke doch anziehen sollen, dachte Milli. Im kurzen Rock und der dünnen Bluse fror sie ein bisschen. Muss ich mich halt an der Zigarette wärmen, dachte sie. Sie fingerte einen Glimmstengel aus der Packung, nahm das Feuerzeug dazu und schnippte es an. Ein Funke flog, aber es kam keine Flamme. Milli verzog das Gesicht. Auch das noch. Sie versuchte es erneut. Nichts. Noch mal. Wieder nichts. Na toll. Und jetzt?

Die Tür zum „Schlummertrunk“ öffnete sich ruckartig nach außen und Milli wich unwillkürlich einen Schritt zurück. Der Gast, der eben bei Jochen an der Bar seinen Deckel bezahlt hatte, trat ins Freie und ging in Richtung Straße. „Hey du“, rief Milli. Der junge Mann, schätzungsweise um die Dreißig, drehte sich um. „Ja, bitte?“ Er kam auf sie zu. „Sorry, ich wollte dich nicht aufhalten“, sagte Milli. „Hast du vielleicht Feuer?“ Er sah ihr ins Gesicht. „Rauchen ist ungesund.“
Milli verdrehte die Augen. Das fehlte noch. „Das weiß ich wohl, vielen Dank. War aber nicht die Antwort auf meine Frage. Also, hast du Feuer?“ Sie klang ein wenig genervt, was ihr augenblicklich Leid tat. „Sorry, ich wollte dich nicht anblaffen.“
Er winkte ab. „Schon okay, mach' dir nichts draus.“
Er wühlte umständlich in seinen Taschen und förderte nach einigen Sekunden neben einer Bonbondose ein Werbefeuerzeug zutage und reichte es ihr.
„Merci.“
Milli zündete die Zigarette an, nahm einen tiefen Zug, ließ den Rauch entweichen und gab dem Mann sein Feuerzeug zurück.
„Puh, das brauche ich jetzt.“
„Wie gesagt“, sagte er, „Rauchen ist ungesund.“
„Du hast völlig Recht. Eine schlechte Angewohnheit diese Qualmerei. Aber man hört nicht so einfach damit auf. Hast du mal geraucht?“
„Nein, wieso?“
„Naja, weil du ein Feuerzeug mit dir rumträgst. Dann müsstest du entweder selber Gelegenheitsraucher sein oder zumindest Sympathien für Raucher haben.“
„Nee, habe niemals selbst geraucht. Zum Glück. Spart Gesundheit und Geld.“
„Wieder ein Punkt für dich. Du bist gut“, lachte Milli. Der Typ war schon ein bisschen durchgeknallt, dachte sie. Sie erinnerte sich wieder an ihn. Er war mit einer Gruppe von Leuten in seiner Altersgruppe im „Schlummertrunk“ gewesen, ganz hinten in der Ecke. Er hatte alkoholfreies Bier und Cola getrunken. Sie hatte die Gabe, sich bei fast allen Gästen erinnern zu können, was sie den Abend getrunken hatten. Bei Stammgästen wusste sie intuitiv, mit welchem Getränk sie einen Abend begannen.
Sie musterte ihn. Er war ein bisschen pummelig, was durch den dicken Mantel mit dem hochgeschlagenen Kragen zusätzlich zur Geltung kam. Seine braunen Haare waren kurz geschnitten und er hatte freundliche grüne Augen. In seiner Stimme war etwas, das sie faszinierend fand. Sie war ruhig und wirkte unaufgeregt, auch wenn er selbst gerade irgendwie nervös zu sein schien.
„Naja, danke“ sagte er, anscheinend unschlüssig, was er sonst sagen sollte.
„Gerne, das erste Kompliment ist immer for free“, grinste Milli. Sie wusste nicht warum, aber irgendwie wollte sie den Kerl aus der Reserve locken. Sie zog an der Zigarette und aschte achtlos auf den Boden, was dem Besitzer wahrscheinlich eher nicht gefallen würde.
Er grinste.
„Also, ich warte noch auf 'ne Antwort. Wieso trägst du ein Feuerzeug mit dir rum?“
„Bin ich jetzt bei der Polizei?“ fragte er vorwurfsvoll, aber Milli spürte, dass er nur so tat.
„Klar. Ich bin Polizeimeisterin Milli, stets zu Diensten. Und mit wem habe ich es hier zu tun?“
„Kai“, sagte er. „Ich bin Kai. Musste bisher noch nie bei der Polizei aussagen, öfter mal was neues.“
Milli schmunzelte. Das Spiel gefiel ihr.
„Also. Reden Sie oder ich buchte sie ein.“
Er hob abwehrend die Hände.
„Gott bewahre, bloß das nicht. Ich zünde halt gerne was an. Häuser und so.“
„Ist klar.“
„Klar. Quatsch. Was weiß ich, wieso... ja, genau. Damit ich im Kölner Dom Kerzen anmachen kann, wenn ich da mal bin.“
„Bist du oft im Kölner Dom?“
„War ich bislang einmal.“
„Ach so. Ein guter Grund, um ein Feuerzeug dabei zu haben. Es könnte einen ja plötzlich nach Köln verschlagen.“
„Ja, genau.“ Er grinste und musste lachen.
„Sorry für die blöde Frage“, sagte Milli.
„Schon okay, ich mag Menschen mit krudem Humor.“
„Klingt nicht sehr schmeichelhaft, so wie du das sagst.“
„Echt nicht? Sollte es aber. Sollte auch ein Kompliment sein. Bei mir gibt’s heute sogar zwei gratis.“
Milli zog erneut an ihrem Glimmstengel, der sich langsam dem Ende näherte. „Cool, ein Sonderangebot. Wie lautet denn das zweite Kompliment?“
Kai vergrub die Hände in den Manteltaschen und verlagerte sein Gewicht von einem Bein auf das andere. „Hm, dazu bin ich jetzt grade nicht spontan genug“, lächelte er. „Musst du dir bis zum nächsten Mal aufheben.“ Milli war ein bisschen enttäuscht. Eigentlich hatte das mit dem aus der Reserve locken doch ganz gut geklappt. Aber jetzt machte er einen Rückzieher.
„Na, gut. Heißt das, du tauchst hier mal wieder auf? Wieso gehst du denn eigentlich schon, ihr hattet doch augenscheinlich Spaß.“
„Ja, klar... aber ich muss morgen früh raus, hab einiges zu erledigen.“ Er zuckte die Achseln. Milli nahm ihm das nicht ganz ab, wollte aber auch nicht noch mehr nachbohren. Zudem war die Zigarette zuende. Sie drückte sie an der Wand aus und schnippte sie zu einigen anderen Stummeln auf den Bürgersteig.
„Ja, Kai... war schön mit dir geraucht zu haben. Auch wenn's für dich nur passiv war. Ich will dich nicht weiter aufhalten. Muss auch weiter arbeiten. Wir sehen uns dann.“
Kai wirkte fast etwas enttäuscht. „Ja, klar. Milli. Dann noch frohes Schaffen, wie man so sagt...“

09.10.2012

Schreibübung III

Auch der folgende Text ist anlässlich meines VHS-Schreibkurses entstanden. Hier ging es besonders darum, die Stimmung einzufangen und "sinnlich" zu schreiben.

 
Auf dem Bahnhof

Martin hetzte durch die Bahnhofshalle. Ein Gewirr von menschlichen Stimmen und Lautsprecherdurchsagen umfing ihn. Mehrmals wäre er fast gegen Leute geprallt. Wieso mussten sie auch plötzlich stehen bleiben? Werbetafeln. Fahrpläne. Wagenstandanzeiger. Das mittlerweile obligatorische Smartphone. Sie blieben stehen, um darauf zu schauen. Und bremsten ihn dadurch in seiner Geschwindigkeit. Er verlangsamte seinen Schritt aber immer nur kurz und umkurvte die Wartenden. Eine im Weg stehende Reisetasche übersprang er kurzerhand. Martin erreichte den Tunnel mit den Gleisaufgängen in genau dem Moment, in dem der rote Sekundenzeiger der Bahnhofsuhr die 12-Uhr-Position erreichte und der schwarze Minutenzeiger eins weiter sprang. 18.37 Uhr. 

Eins und zwei, drei und vier, fünf und sechs verkündeten weiß auf blau die Schilder an den Aufgängen. Martin konnte das Schild zu Gleis 12 am Ende des Tunnels bereits erkennen. Er beschleunigte nochmals seinen Schritt, passte eine Lücke im Gegenstrom der Menschen ab und sprang die steinerne Treppe zum Bahnsteig hinauf.

Dort empfing in eine blecherne Stimme. Die automatische Durchsage kündigte eine Verspätung seines Zuges an. Fünf Minuten.

 Ein leichter Dieselgeruch hing in der Luft, er wohnte einem auf Gleis neun durchrauschenden Güterzug herüber. Ihn fröstelte. Er schlurfte zum Getränkeautomaten hinüber. In seiner linken Hosentasche erfühlte er einige Münzen, warf die entsprechende Anzahl in den Schlitz des Automaten. Sekunden später hielt er einen Pappbecher mit dampfendem, aromatisch duftendem Kaffee in den Händen. Er nahm einen Schluck, spürte die Wärme des Getränks in sich und sog den Geruch ein.

07.10.2012

Schreibübung II

Mein VHS-Kurs hat derzeit Ferienpause - Zeit, ein paar meiner kleinen Ergüsse hier zu posten. Die Überschrift war jeweils das vorgegebene Thema, der Satz war zu konkretisieren und mit Leben zu füllen.

Sie schlief

Sie hatte sich in die Sofaecke gekuschelt. Die Knie hatte sie nah an die Brust gezogen, ihr Kopf ruhte auf einem Arm, den sie auf eine Art und Weise hielt, die sehr unbequem aussah. Die andere Hand klemmte zwischen ihren Knien, krallte sich in den Stoff ihres dunkelblauen Pyjamas. Ebenso blau war die Schlafbrille aus Stoff, die sie immer aufzusetzen pflegte, wenn sie tagsüber ein Nickerchen machte.
Ihr Brustkorb hob und senkte sich langsam, der Atem ging regelmäßig und wurde alle paar Züge von einem sanften Schnarcher abgelöst. Dann verzog sie immer kurz das Gesicht und rümpfte die Nase.
Da, ein sanftes Zucken des rechten Fußes. War das ein Lächeln auf ihrem besommersprossten Gesicht? Eine hellblonde Strähne fiel ihr über die Augen. Was sie wohl geträumt hat in ihrer Sofaecke?

Er vermisste seine Freiheit

Jeden Abend nach dem Einschluss stand er im Dunkeln am vergitterten Fenster seiner zwei mal fünf Meter großen Zelle und starrte in Gedanken versunken den Sternenhimmel an. Fünf Jahre noch. Fünf Jahre noch, die er von ihr getrennt sein würde. Fünf Jahre, in denen er nicht fliegen konnte. Fünf Jahre ohne ihre weichen, blank polierten Konturen. Fünf Jahre getrennt von seiner Cessna. Delta Hotel India Yankee Mike. Er sah die Zeichenfolge am Heck vor sich und hatte den Geruch von Flugbenzin in der Nase. Fünf Jahre noch, bis er wieder die grenzenlose Freitheit über den Wolken würde spüren können.

Sie fühlte sich nicht wohl und blieb lieber zu Hause

Den ganzen Tag über schon hatte sie dieses eigenartige Gefühl in der Magengegend. Zudem pochten die Kopfschmerzen, gegen die auch vier Aspirin nicht helfen wollten, immerzu gegen ihre Schläfen Dass sich dazu noch ein keuchender Husten mit Würgereflex gesellte, sorgte auch nicht gerade für mehr Wohlbefinden. Ihr Handy piepte. Eine SMS von Ramona. Ob sie Lust habe, später noch tanzen zu gehen. Ein ironisches Kichern entfuhr ihr, sie begann eine Replik, die sie mit einem schreienden „LOL“ eröffnete – kam jedoch nicht mehr dazu, die Nachricht zu vervollständigen, weil sie Sekunden später über der Kloschüssel hing.

Immer wenn ich ihn brauchte, war er für mich da

Ich konnte mich hundertprozentig auf ihn verlassen. Egal, ob der Wasserhahn tropfte, ich einen Platten am Auto hatte oder am Ende des Geldes noch eine Menge Monat verblieb – mein großer Bruder war stets helfend und uneigennützig zur Stelle.

17.09.2012

Schreibübung

Nach einer kleinen Ewigkeit mal wieder ein Posting von mir.
Ich nehme derzeit an einem Kurs im Kreativen Schreiben an der VHS Düsseldorf teil. Die Hausaufgabe nach der ersten Doppelstunde war, eine Person oder einen Ort detailliert aber dennoch knapp zu beschreiben. Ich habe mir die Szenerie an einer fiktiven Straßenbahnhaltestelle vorgenommen.

Die Schienen der Straßenbahn glänzen in der Abendsone. Jenseits der Haltestelle rautscht der Feierabendverkehr über die Hauptstraße. Nur wenige Menschen warten auf den nächsten Zug. Ein junges Pärchen steht engumschlungen und alles um sich herum vergessend im Wartehäuschen, in dem - wieder einmal - die Scheiben eingeschlagen und die Fahrpläne gestohlen wurden. Eine alte Dame jenseits der achtzig sitzt auf einer ramponierten Bank, ihren Rollator neben sich und füttert die zahlreichen Tauben, deren Dreck überall herumliegt.
Der Straßenbahnfahrer, dessen Spätschicht gleich beginnt, sieht auf seine Uhr und schiebt sich den letzten Bissen einer WUrstknifte zwischen die Zähne.

Die Turmuhr des benachbarten St. Kilian schlägt halb acht.
Wie als Antwort flammen plötzlich die Laternen an der Haltestelle auf, obwohl es bis zum Sonnenuntergang noch eine gute Stunde ist.
Ein lautes Quietschen ist zu hören, dann biegt die Linie 9 um die Ecke - pünktlich auf die Minute.
Als sie hält, öffnen sich klappernd die Türen der alten Bahn. Ein junger Mann im schwarzen Anzug steigt aus, schaut gen Himmel. Dann zündet er sich eine Zigarette an, nimmt einen tiefen Zug und eilt auf den mit Birken umsäumten Park-and-Ride-Parkplatz zu. Währenddessen rauscht die Bahn davon und hinterlässt ihre Gleise wiederum glänzend in der Abendsonne.

24.07.2012

OneWord #7

Begriff am 24.07.2012: "holder" (Halter)

"Schau mal, mein neues Auto!" - "Wow, sieht nicht schlecht aus. Was hat der denn gekostet?" - "Ach, war gar nicht so teuer. Ist sehr sparsam im Verbrauch und trotzdem flott unterwegs. Ist hauptsächlich für die Stadt gedacht."

21.07.2012

OneWord #6

Begriff am 21.07.2012: "suspects" (Verdächtige)

"Sehen Sie sich die drei Männer dort genau an", sagte der Polizist. "Wer von Ihnen ist der Täter, Ihrer Meinung nach?" Melanie blickt die Reihe der fünf Herren entlang, die aufgereiht ihr gegenüber standen. Sie war unschlüssig. Es war spät gewesen und dunkel, sie hatte den Mann nicht recht erkennen können.

30.05.2012

OneWord #5

Begriff am 30.05.2012: "architecture"

Nach der Wende sah man in der ehemaligen DDR noch sehr viel sogenannte Plattenbauten. Heute dürfte einiges davon verschwunden sein, wenn auch noch nicht alles. Die Wohnungen hatten den Vorteil, dass das Schleppen der Kohle entfiel, da es erstmals zentrale Heizungen gab.

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26.05.2012

OneWord #4

Begriff am 26.05.2012: "leading"

"Mir nach!" rief Martin, als er den Handtaschenräuber flüchten sah. Die alte Dame, der die Tasche entrissen worden war, lag auf dem Boden. Sina bückte sich, um nach ihr zu sehen. Thomas, Hans und Michael eilten Martin nach, gemeinsam stellten sie den Dieb an der nächsten Straßenecke.

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24.05.2012

OneWord #3

Begriff am 24.05.2012: "lodge"

I do not really know, what this word means. Actually, I had to look it up in a dictionary. But as there is no time for that (seconds are wearing away), I'm just typing this stuff so that I have at least something on the screen.

(Ich habe natürlich doch - hinterher - im Wörterbuch nachgesehen, was "lodge" bedeutet: to lodge - hinterlegen, deponieren, einreichen, wohnen, logieren, in Verwahrung geben [Quelle: www.dict.cc]. Wieder was neues gelernt.)

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22.05.2012

OneWord #2

Begriff am 22.05.2012: "quest"

"Quest" - den Begriff kenne ich in allererster Linie aus Rollenspielen. So nennt man eine Aufgabe, die man erledigen muss und für die man dann z.B. als Belohnung neue Fertigkeiten oder Waffen bekommt. "Quest" ist aber auch der Titel eines Romans von Andreas Eschbach.

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08.08.2011

[Selbst geschrieben] Epsilon XI - Teil 1

Die Raumstation Epsilon XI drehte sich langsam um ihre eigene Achse. Sie war zylindrischer Form und ihre Oberfläche war gespickt mit Sensoren, Antennen und Teleskopen. Epsilon XI befand sich am Rande der Melare-Ausdehnung, an der Grenze des bekannten Weltraumes.

Seit dreizehn Jahren schon überwachte sie hier den sie umgebenden Weltraum, spähte hinaus ins All und zeichnete alle ungewöhnlichen Phänomene auf. Viel passierte nicht und so hatten die beiden Männer, welche die Station bemannten, mit der Beobachtung nicht viel zu tun und konnten sich ihren Freizeitaktivitäten und den ihnen von der zuständigen Wissenschaftsbehörde des Sektors, einer Einrichtung auf dem zwei Lichtjahre entfernten Planeten Souren IV, widmen.

Die Besatzung wechselte alle sechs Monate. Das war das Intervall, welches das medizinische Oberkommando für Einsätze in Tiefenraumspähstationen festgelegt hatte. Früher waren die Männer und Frauen auf derartigen Stationen bis zu zwei Jahren im Einsatz gewesen, mit insgesamt zwei Wochen Urlaub auf einem eigens dazu entsandten und mit Freizeiteinrichtungen ausgestatteten Raumkreuzer.
Aber man war von dieser Praxis abgekommen, da überdurchschnittlich viele Personen, die derart lange mit begrenztem Platz und noch begrenzterer Gesellschaft auskommen mussten, später psychologische Probleme bekamen und oftmals aus dem Dienst der Raumflotte ausscheiden mussten.

Ein Umstand, der sich nicht geändert hatte, war, dass ein Großteil der Besatzungen von Stationen wie Epsilon XI aus Männern und Frauen bestand, die sich disziplinarische Fehltritte geleistet hatten. Für einige Verstöße wurde von Strafarresten oder Entlassungen abgesehen. Stattdessen wurden diese Personen - der Kreis zog sich durch alle Dienstgradgruppen, vom einfachen Techniker bis zum Kreuzerkommandanten, auch wenn die niederen Dienstgrade überwogen - strafweise auf Stationen wie Epsilon XI eingesetzt. Nach dem Aufenthalt auf den Stationen in der Einsamkeit traten zwar regelmäßig einige der Betroffenen aus der Raumflotte aus, doch der überwiegende Teil kehrte später auf seine vorherigen Posten zurück.

Den anderen Teil der Besatzungen stellten zum einen ehemalige Kadetten der Sternenakademie, die für den Dienst auf Raumschiffen oder größeren Stationen vorerst nicht infrage kamen, weil beispielsweise ihre Abschlußnoten zwar noch gerade ausreichend waren, sie aber für höhere Aufgaben nicht ausreichten. Zum anderen gab es immer wieder Personen - Mitglieder der Raumflotte oder zivile Wissenschaftler oder Schriftsteller - die sich für einen Einsatz auf den Tiefenspähstationen freiwillig meldeten. Teils wollten sie ungestört vom hektischen Treiben auf einem Planeten oder einer Sternenbasis forschen oder schreiben, andere fühlten sich einfach nicht wohl in der großen, gemischtrassigen Gesellschaft der Allianz und wollten dieser zumindest eine zeitlang entkommen.

Zur letzten Gruppe gehörte Torus Kyei, der sich zum Zeitpunkt, an dem diese Geschichte beginnt, bereits seit zwei Monaten auf Epsilon XI befand. Er war ein mathematisches Genie und hatte außerdem telepathische Fähigkeiten. Die Kombination aus beidem machte es ihm jedoch schwer, in der Gesellschaft zu vieler Menschen zu leben. Vielen Leuten in seiner Umgebung machte seine Angewohnheit, alle Sachverhalte, oft ungefragt, mathematisch präzise zu erklären, große Probleme. Und Torus machte der Umstand Probleme, dass alle unausgesprochenen Antipathien gegenüber dieser Angelegenheit durch seine telepatischen Fähigkeiten ständig auf ihn einströmten. In der Einöde des Weltraums mit wenig Gesellschaft und ohne regelmäßigen interstellaren Verkehr - abgesehen von automatischen Versorgungsfrachtern und manchmal den Sensorbereich streifenden Patrouillenschiffen - konnte er sich ganz seinen mathematischen Probleme und Fragestellungen widmen und brauchte keine Angst haben, jemandem damit auf die Nerven zu gehen.

Niemanden, mit Ausnahme von Lieutenant Commander Marcy Kruger, der zweiten Person an Bord von Epsilon IX. Durch ihren militärischen Rang war sie nach dem Protokoll der befehlshabende Offizier, dem auch eine Zivilperson an Bord der Station in Fragen der Sicherheit und Aufgabenerfüllung zum Gehorsam verpflichtet war.

Wenn sich jemand Krugers Lebenslauf und Personalakte anschaute, musste er sich unweigerlich fragen, wie es dazu kommen konnte, dass sie strafweise nach Epsilon IX versetzt worden war. Sie hatte bis dato eine Bilderbuchkarriere bei der Raumflotte hingelegt. Die Akademie schloß sie mit Auszeichnung als Viertbeste ihres Jahrgangs ab (die ersten Drei waren Chironen gewesen, Angehörige einer überdurchschnittlich intelligenten und besonders in der Navigation und Ingenieurskunst talentierten Spezies). Danach hatte sie mehrere Jahre auf Raumschiffen und -basen gedient und bereits erste Kommandoerfahrung auf kleineren Patrouillenschiffen sammeln können. Alles sah danach aus, als sollte sie die Fußstapfen ihres Vaters ausfüllen, welcher der jüngste Kommandant in der über zweihunderjährigen Geschichte der irdischen Raumfahrt gewesen war. Doch ein Tag in der jüngeren Vergangenheit sollte dem einen Riegel vorschieben. Der Tag, an dem Marcy Kruger eine wichtige Entscheidung treffen musste...

03.03.2011

#Guttbye

Ich bin der Doktor Guttenberg
widdewiddewitt bumbum
Bin wissenschaftlich nur ein Zwerg
widdewiddewitt bumbum

Schrieb ungeniert von andern ab
Ging als Minister nun ins Grab

In Zukunft werde ich dann nun
Politisch erstmal nichts mehr tun

Der Thomas macht jetzt meinen Job
Das will mir gar nicht in den Kopp

Von Star Trek aber hab ich nicht
Geklaut, das war auch nicht die Absicht

Widme mich nun wieder mühevoller Kleinstarbeit
Diesmal zur Wiederherstellung meiner Glaubwürdigkeit

Gloria Viktoria widdewiddewitt bumbum

06.02.2010

24 Sekunden

Verdammt, der war drin. War das ein Dreier? Blick auf die Anzeigetafel. Ja, ein Dreier. OK, also zwei Punkte hinten.

Wie lange noch?

24 Sekunden.

Markus wirft den Ball ein, ich bekomme ihn. Schnell über die Mittellinie.

Noch 21 Sekunden.

Markus und Sascha stehen im Lowpost, Klaus und Jens auf den Flügeln. Erstmal mittig vor den gegnerischen Kreis. Rumpassen. Den Ball nach links zu Klaus. Der könnte reinziehen, aber sein Gegenspieler macht geschickt zu. Er passt zurück zu mir. Mal über rechts versuchen. JENS! Mensch, wie soll ich dir denn so zupassen? Noch sechzehn Sekunden. Markus cuttet raus, blockt meinen Gegner aus, ich ziehe in die Zone. Oh Mann, da komme ich aber auch nicht durch, der Center blockt mich locker weg. Bloß jetzt nicht den Ball verlieren. Irgendwie schaffe ich es über die Seite wieder raus, gebe den Ball nochmal an Klaus ab.

Elf Sekunden auf der Uhr.

Es wird laut in der Halle. Unsere mitgereisten Fans feuern uns lautstark an. Unsere Ersatzspieler auch. Die gegnerischen Fans pfeifen. Verdammt, was tun? Klaus findet kein Mittel gegen die Defense, passt mir den Ball schlampig wieder zurück. Fast kann ihn der gegnerische Aufbauspieler abfangen, aber ich bekomme die Kugel zum Glück noch zu fassen. Die Jungs versuchen, sich in Position zu bringen.

Sieben Sekunden auf der Uhr. Kein Durchkommen.

Fünf Sekunden.

Sascha ziehe jetzt raus und versucht es nochmal mit einem Block. Zwei Punkte hinten. Ein Feldwurf für die Verlängerung, ein Dreier zum Sieg.

Vier Sekunden. Wieviele Dreier habe ich in der letzten Zeit getroffen? Kaum mal einen. Aber mit einem Zweipunktewurf rechnen die doch jetzt. Sascha blockt den Gegner gut. Ich stehe zwei Meter vom Kreis entfernt.

Noch drei Sekunden.

Ach verdammt, scheiß drauf! Ein schneller Schritt nach vorne, ich stehe am Kreis. Zwei Sekunden.

Und plötzlich verläuft alles in Zeitlupe. In die Knie gehen, abspringen, die Arme in Wurfposition. Es ist fast, als stünde ich in der Luft. Die Uhr tickt.

Eine Sekunde.

Den Ball aus der Hand. Der laute Sirenenton zeigt das Ende des Spiels an. Ich lande wieder. Im Augenwinkel sehe ich, dass der Schiri eine Hand nach oben gestreckt ab und drei Finger abspreizt. Ja! Gültiger Wurf! Ich starre Richtung Korb. Der Ball springt auf den Ring. Und nochmal. Verdammt! Man könnte in der Halle jetzt eine Stecknadel fallen hören. Eine kleine Ewigkeit verrinnt - und der Ball fällt durch den Korb.
Der gegnerische Trainer wirft sein Taktikboard auf den Boden, seine Spieler greifen sich an die Köpfe. Ich starre auf den Korb. Und bin plötzlich in einer Menschentraube. Verschwitzte Körper umringen mich und drücken mich zu Boden. Ich schließe die Augen. Glückshormone durchströmen meinen Körper. "Jaaaaaaa!" bricht es schließlich aus mir heraus.

Gewonnen! Ich liebe dieses Spiel.

24.01.2009

Als wir mal Kondome kaufen wollten...

Eine Kurzgeschichte von Stefan Kirschhöfer

"Kommst du jetzt mit oder nicht?"
"Ach, ich weiß nicht..."
"Mensch, ist doch das normalste von der Welt."
"Hm..."
"Bist du feige?"
"Nee, natürlich nicht."
"Dann komm' jetzt."
"Wenn du vorgehst..."
"Hmpf. Doch feige."

Zögernd folgte Tom, der es nicht auf sich sitzen lassen wollte, von Michael als Feigling bezeichnet zu werden, seinem besten Freund in den Drogeriemarkt. Es war einer von der typischen Sorte. Wie ein Supermarkt, nur wesentlich kleiner, mit viel zu engen Gängen, wo kaum zwei Leute nebeneinander herpassten. Außerdem gab es natürlich ein viel kleineres Sortiment, weniger Kunden und weniger Angestellte. Aber jeder kennt wohl diese Geschäfte. Und jeder junge Mann wird wohl schonmal in einer solchen Situation gewesen sein, in die sich die beiden 12jährigen nun begaben.

Die Kassiererin, die sie hereinkommen sah, lächelte ihnen freundlich zu, dann verschwanden sie aus ihrem Blickfeld und gingen, nein, eigentlich schlichen sie eher, die Gänge entlang. Prüfend ließ Michael seinen Blick die Regale entlanggleiten, an denen sie vorbeikamen. Haarshampoo, Duschgel, Seife, Toilettenpapier...
"Wo sind die Dinger bloß?" zischte er.
"Ich hab keine Ahnung", erwiderte Tom mit zitternder Stimme. Er hielt das ganze immer noch für keine gute Idee, aber was wollte man machen. Wenn sie das hier nicht schafften, wären sie bei Jens und den anderen unten durch und würden den Spott der Gruppe über sich ergehen lassen müssen - von der Nichtaufnahme ganz zu schweigen. Er seufzte innerlich. Warum musste das Leben immer so kompliziert sein? Eigentlich waren sie ja selbst schuld. Was wollte sie auch zu dieser Gruppe gehören? Erneut seufzte er, als ihm die scheinbar tausend Dinge einfielen, weshalb er Teil der Gruppe sein und sich außerdem ihren Respekt verdienen wollte. Und eigentlich konnte man sich schwerere Mutproben vorstellen als diese. Sein Vater hatte ihm mal erzählt, dass er in seiner Schulzeit Zigaretten oder Bier stehlen, einen Joint rauchen oder einen breiten Fluss hin und zurück durchschwimmen sollte, um verschiedenen, scheinbar coolen Gruppen anzuhören. Eindringlich hatte er Tom davor gewarnt, solche Dinge zu tun. Und dagegen war das hier ja wirklich harmlos, wenn es auch peinlich und unangenehm war. Aber er wollte zu dieser Gruppe gehören, das stand fest.

Sie hatten das Ende des ersten Ganges erreicht, ohne das Gesuchte gefunden zu haben. Auch im zweiten Gang fanden sie nicht das Gewünschte - Kekse und Limonade halfen ihnen nicht weiter. Sie gingen zurück, um nicht von der Kassiererin gesehen zu werden, wenn sie in den dritten Gang einbogen, in dem das Gewünschte zu finden sein musste, denn es war der letzte.

Sie betraten vorsichtig den Gang, während die Türglocke das Eintreten eines weiteren Kunden in den ansonsten, abgesehen von Tom, Michael und der Kassiererin, leeren Laden mitteilte. Eine Stimme sagte etwas und danach war ein Kichern zu vernehmen.
"Mädchen" zischte Tom seinem Freund zu, der ebenfalls leicht zusammengezuckt war. "Wir sollten uns beeilen".
"Du hast Recht, aber die werden doch eh da vorne im ersten Gang bleiben, beim Shampoo und diesen anderen Körperpflegesachen."
Sie gingen weiter in den Gang hinein und sahen sich um. Erst sah es so aus, als gäbe es das gewünschte Produkt wohl doch nicht in diesem Laden, was Tom halb verzweifelt, halb erleichtert feststellte. Doch dann winkte Michael ihn heran. "Schau mal hier, das haben wir doch gesucht." Er stand vor einem Teil des Regals, an dem mehrere Sorten flacher, quaderförmiger Packungen hingen. Tom ging schnell zu ihm hinüber, sich ein wenig ängstlich umblickend. "Was es da nicht alles gibt", staunte Michael. Er schien immer souveran, aber jetzt war auch Michael aufgeregt. "Hier, die sollten wir doch holen. 12er Pack. Mit Erdbeergeschmack." Er hielt es Tom triumphierend entgegen, der dessen Hand panisch nach unten drückte. "Nicht so laut", sagte er leise. Sie hörten ein lautes Kichern hinter sich, fuhren herum und sahen, dass die beiden Mädchen, die eben den Laden betreten hatte, um die Ecke bogen. Die beiden Jungs erstarrten und Michael ließ die Kondompackung fallen. "Hallo", sagte das eine der beiden Mädchen, die andere winkte. "Ähm, hi, Andrea. Hi, Sabine", sagte Michael. Tom bekam kein Wort heraus. Andrea und Sabine gingen beide in ihre Klasse, waren jedoch ein Jahr älter, da sie einmal sitzengeblieben waren. Tom war seit Anfang des Schuljahres total in Andrea verliebt, seit sie mit ihm ihr Pausenbrot geteilt hatte, weil er seins zuhause vergessen hatte. Sie hatte ihn dabei nett angelächelt, seit dem war es um ihn geschehen. Und Michael schwärmte ihm immer von Sabine vor, wie sie ihn im Bus auf dem Heimweg manchmal ansähe und überhaupt sei sie ja das tollste Mädchen der Welt.

"Was macht ihr denn hier?" fragte Sabine, als die Jungs nichts weiter sagten. "Äh, nichts", sagte Michael, nun auch sichtlich nervös und versuchte, die heruntergefallene Kondompackung mit dem Fuß unter das Regal zu schieben. Sabine kam herüber und hob sie auf. "Du hast da was fallen gelassen", sagte sie lächelnd und hob die Packung auf. Sie warf einen Blick darauf, zwinkerte ihm zu und winkte Andrea herbei. Tom wäre am liebten im Boden versunken, so peinlich war ihm das. "Ihr wollte Kondome kaufen?" fragte Andrea. "Wollte nur mal gucken" nuschelte Michael. Die Mädchen kicherten, was die Stimmung der Jungs nicht gerade verbesserte. "W-was sucht ihr denn eigentlich hier?" fasste sich Tom ein Herz. Sabine lächelte, drückte Michael die Kondompackung in die Hand, ging ein Stück weiter den Gang entlang, nahm zwei weiße Packungen aus dem Regal. Eine gab sie Andrea und die andere drücke sie Tom in die Hand. "Tampons" las der vor. Er hatte so eine Packung im Badezimmer gesehen und wusste, dass sie seine Mutter gehörte, hatte jedoch keinen Schimmer, wozu die Dinger gut sein sollten. "Genau", sagte Sabine. "Tampons." Die beiden Mädchen lächelten und schienen die Situation überhaupt nicht peinlich zu finden, was Tom verwunderte. Sie machten aber auch nicht den Eindruck, als würden sie sich über die Jungs lustig machen. "Also, bis dann", sagte Andrea, wobei Tom den Eindruck hatte, sie würde ausschließlich mit ihm sprechen. Er spürte wie er rot wurde. Michael brachte keinen Ton heraus. Die Mädchen entfernten sich lachend in Richtung der Kasse.
"W-wir können uns in der Schule nicht mehr sehen lassen", presste Michael hervor. "Mein Gott, war mir das peinlich."
Tom hatte den Eindruck, als sei Michael nun der Feigling. Er selbst spürte, dass er gar nicht mehr so viel Angst hatte. "Ich glaube nicht, dass das jetzt so schlimm war..." "NICHT SCHLIMM?" rief Michael, viel zu laut. Ein Lachen war von der Kasse zu hören, dann verkündete die Türglocke, dass die Mädchen das Geschäft verlassen hatten. "Darüber müssen wir uns später Gedanken machen", sagte Tom. "Jetzt lass uns das hier erledigen, ich will hier raus." Er nahm Michael die Kondompackung aus der Hand und ging mit festen Schritten in Richtung Kasse. Als er die Kondome auf das Warenband legte, stieg doch wieder Panik in ihm auf. Denn an der Kasse saß natürlich die Kassiererin, die sie vorhin schon angelächelt hatte. "Hallo", sagte die Kassierin. Tom sah auf den Boden, während sie den Scanner über den Barcode der Packung zog. "4,60" sagte sie freundlich. Tom legte einen fünf Euroschein auf das Band und wartete mit rasendem Puls bis sie ihm das Wechselgeld in die Hand drückte. Er nahm es, schob die Packung in seine Tasche und rannte aus dem Laden, Michael hinterher. Sie liefen um die nächste Hausecke und drückten sich keuchend an die Wand. "Mann", sagte Michael, und ein gewisser Stolz schwang in seiner Stimme mit, "das hätte ich ja jetzt nicht von dir gedacht..."
"Ich auch nicht", sagte eine helle Stimme plötzlich neben ihnen. Sie zucken zusammen und blickten nach rechts. Kaugummi kauend standen dort Sabine und Andrea. Sabine kam auf die beiden zu, nahm die beiden an je einer Hand und zog sie in Richtung einer nahegelegenen Bank, während Andrea ihnen folgte. "Ich glaube", sagte Sabine, "wir müssen uns mal von Frau zu Mann unterhalten."

ENDE