30.06.2010

Twittwoch 3

Am heutigen 30. Juni steht der Twittwoch ganz im Zeichen der Wahl des Bundespräsidenten. Wegen der Masse heute mal zwanzig Tweets über den politischen Marathon von Berlin.

Erster Wahlgang nach Canossa. #bpwless than a minute ago via web



Was man Wulff lassen muss - sein Kollege Rüttgers hätte in so einer Situation "wichtige Verpflichtungen".less than a minute ago via TweetDeck



#bpw: Im Inneren Parteireichstag.less than a minute ago via Power Twitter



"Und wenn ihr alle so stimmt, wie abgemacht, kriegt auch jeder ein Eis." #wulff #gauckless than a minute ago via Echofon



Das Büffet ist erst freigegeben, wenn Wulff im Amt ist. Mein Gott, die Menschen können einem leidtun, all diese Entbehrungen!less than a minute ago via web



Wowerit und Westerwelle reden länger miteinander. Bestimmt über die WM.less than a minute ago via Echofon



"den Wulff machen" - neudeutsch für "eine sichere Führung verditschen, einen Vorsprung hergeben".less than a minute ago via Echofon



Oh, Ärger mit Angela. Hatte ihr eine SMS geschickt. "Gauck yeeah!".

Sie so: "Danke für die info und herzliche grüße am"less than a minute ago via Twitter for Android



Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass wenn jetzt Außerirdische den Reichstag weglasern, die Republik komplett führerlos wäre?less than a minute ago via TweetDeck



Denkt bitte jemand daran, frische Blumen zu besorgen.less than a minute ago via TweetDeck



Ich möchte Horst Köhler danken für die Politikbegeisterung, die er mit seinem Rücktritt ausgelöst hat.less than a minute ago via TweetDeck



The 2nd whalewalk is opened. Now it goes around the sausage! Woolff is still on the wc. Him goes the ass on groundice. #wulff #gauck #bv10less than a minute ago via HootSuite



Für die Jüngeren unter meinen Follower fasse ich als Service-Twitterer die aktuelle politische Situation mal in dem nächsten Tweet zusammen:less than a minute ago via Power Twitter



Die Streber wollen Chris als Klassensprecher, die Emos lieber Jo, brauchen dazu aber auch die Stimmen der Punks, die der Jo mal gedissed hatless than a minute ago via Power Twitter



Kleiner Trost: Merkel KANN derzeit gar nicht zurücktreten… wir haben noch keinen Bundespräsidenten, dem sie ihr Gesuch schicken könnte. #bpwless than a minute ago via web



Wenn keiner der Kandidaten ein eindeutiges Ergebnis hat, warum spricht man dann nur bei Wulff von ner Wahlschlappe? #qualitätsjournalismusless than a minute ago via web



heute heißt es republic viewingless than a minute ago via m.tweete.net



"über Twitter und andere SMS-Dienste." Sehr gut recherchiert, liebe ARD!! #bpwless than a minute ago via Tweetie for Mac



Aber jetzt kommt der weiße Rauch doch, oder - Bundespräsidentenwahlless than a minute ago via TweetDeck



Der Lammert ist schon ne coole Sau. Wie wärs mit dem fürs nächste Mal? #bv10less than a minute ago via Seesmic

29.06.2010

WM-Tagebuch South Africa 2010: Gerechtigkeit nach 44 Jahren

Ja, ich weiß: Eine Fehlentscheidung mit einer weiteren Fehlentscheidung für den zuvor Benachteiligten ausgleichen zu wollen, das ist nicht gut. Das weiß ich als (Basketball-)Schiedsrichter selbst.

Dennoch: 44 Jahre nach dem zu Unrecht gegebenen Tor von Geoff Hurst im WM-Finale 1966 ereilte die Engländer nun eine umgekehrte Fehlentscheidung: Ein eindeutiges Tor von Frank Lampard im Achtelfinale der WM 2010 gegen Deutschland wurde nicht gegeben. Und das in einer Drangphase der Engländer, die zuvor den 1:2-Anschlußtreffer erzielt hatten und die kurzzeitig ungeordnete deutsche Hintermannschaft unter Druck setzte.
Wir wie alle wissen, gewann Deutschland das Spiel am Ende mit 4:1 - hochverdient, wohlgemerkt, gegen 70 Minuten lang eigentlich chancenlose Briten - und zieht ins WM-Viertelfinale ein.
Sekunden nach der Entscheidung von Schiedsrichter Larrionda, das Tor nicht zu geben, hatte wohl nicht nur ich die Bilder vom "Wembley-Tor" vor Augen. Nach einer kurzen Schockphase, in der ich froh war, dass das Tor nicht gegeben war, machte sich - ich kann es nicht verhehlen - eine gewisse Genugtuung breit. Irgendwie doch auch verständlich. Sehr erstaunt war ich dann über die Reaktionen der Presse und der englischen Spieler: Keine Schmähungen der deutschen Mannschaft, die mal wieder Glück gehabt hatte. Glück hatte die deutsche Mannschaft in eben dieser Situation. Nach der Pause nahm sie das Heft aber wieder in die Hand und erzielte durch den unglaublich starken Thomas Müller zwei weitere Tore, die keinen Zweifel am verdienten Sieg über das Mutterland des Fußballs aufkommen ließen.

Bis auf die kurze Phase, in der England am Drücker war, war die Mannschaft um Bastian Schweinsteiger spielbestimmend. Die Engländer - das soll die Leistung allerdings nicht schmälern - machten es ihnen aber auch zu einfach. So einfach, dass Manuel Neuer mit einem weiten Abschlag, den Klose zum 1:0 verwertete, einen Assist verbuchen konnte.

Im Viertelfinale trifft die deutsche Mannschaft, die bei diesem Turnier teils großartigen Fußball bietet, in der Neuauflage von 2006 auf das maradonnasche Argentinien.

Argentinien setzte sich mit 3:1 gegen Mexiko durch. Aber auch hier gab es eine krasse Fehlentscheidung: Dem 1:0 durch Carlos Tevez ging eine deutliche Abseitsstellung des Argentiniers voraus, dennoch zählte das Tor. Der Linienrichter hatte den Schiedsrichter darauf hingewiesen, er habe die Szene auf der Stadionleinwand in der Wiederholung gesehen. Laut Anweisung müssen die Schiedsrichter jedoch derartige Bilder bei der Entscheidung außer Acht lassen.

Dies brachte wieder die Kritiker auf den Plan, die regelmäßig Videobeweise oder einen Chip im Ball fordern. Die Fifa wies die Forderungen zunächst wie gewohnt zurück, hat aber jetzt in der Person ihres Chefs Blatter doch eine derartige Diskussion angestoßen. Meiner Meinung nach auch zurecht. Es kann sicherlich nicht darauf hinauslaufen, dass in Zukunft über jede Entscheidung der Unparteiischen der Videobeweis geführt wird, aber ein Chip im Ball oder eine Regelung ähnlich der im Feldhockey, wo Mannschaften für bestimmte Situationen die bildliche Überprüfung forden können, sollte für die Weltsportart Fußball, bei der es um soviel Geld geht (oder die Teilnahme an einer WM, siehe das Handspiel von Frankreichs Thierry Henry in der Relegation gegen Irland), denkbar sein. Romantik hin oder her.

Bemerkenswert bei dieser WM ist das Auftreten der südamerikanischen Mannschaften. Gab es 2006 noch ein rein europäisches Halbfinale, ist gleiches in diesem Jahr für Südamerika möglich. Brasilien (3:0 gegen Chile, das einzige Team dieses Kontinents, das damit bisher ausgeschieden ist), Argentinien und Paraguay (heute 5:3 nach Elfmeterschießen gegen Japan) und Uruguay (2:1 gegen Südkorea) stehen im Viertelfinale und treffen jeweils auf Gegner von anderen Kontinenten, wobei Ghana den einzigen afrikanischen Vertreter stellt. Das ist sicherlich Balsam für den Kontinent.

Das Spiel Brasiliens war in der Vorrunde sehr kontrolliert und ergebnisorientiert. Im Achtelfinale gegen Chile sah es zunächst so aus, als könnten die Chilenen durchaus eine Chance haben gegen den Rekordweltmeister. In der zweiten Halbzeit ließen die Mannen von Carlos Dunga dann aber die früher so gewohnte Klasse aufblitzen und sorgten für klare Verhältnisse. Mit ihnen ist sicherlich zu rechnen. Gegner Holland wird sich im Vergleich zum Spiel gegen die Slowakei (die sie jedoch auch kaum forderten) deutlich steigern müssen, um eine Chance zu haben.

Zum Abschluß des Achtelfinals kommt es heute Abend zum iberischen Nachbarschaftsduell zwischen Spanien und Portugal.

Sie macht mittlerweile richtig Spaß diese WM, auch dank der deutschen Mannschaft. Mittwoch und Donnerstag sind zwei Ruhetage und dann beginnt die wirklich heiße Phase der 19. Fußball-Weltmeisterschaft.

25.06.2010

WM-Tagebuch South Africa 2010: Tage der Entscheidung

Die dritte und letzte Gruppenrunde bei einem großen Turnier birgt viele Quasi-K.O.-Spiele, in denen es "Siegen oder fliegen" heißt.

Die deutsche Mannschaft hat sich diesmal ins Achtelfinale gezittert und trifft dort auf die bisher wenig überzeugenden Engländer. Ein echter Klassiker, den ich mir eigentilch erst fürs Halbfinale gewünscht hatte.

Als blamabel muss man das Abschneiden des Titelverteidigers und seines Vize bewerten: Italien und Frankreich fahren beide als Tabellenletzte nachhause, Frankreich hat zusätzlich noch viel von seinem Ruf eingebüßt. Trainerbeleidung, Trainingsstreik, Rücktritt des Delegationsleiters - viel war da von "Grande Nation" nicht zu sehen.

Südafrika hat sich respektabel vom Turnier verabschiedet, mit etwas Glück wäre Bafana Bafana doch noch weitergekommen.

Für die nordkoreanischen Spieler kann man nichts gutes hoffen in der Heimat nach der 0:7-Schlappe gegen entfesselt wirkende Portugiesen. Ab dem 4:0 schwieg der nordkoreanische Kommentator beharrlich bei der Fernsehübertragung, die nach dem Schlußpfiff direkt abgebrochen wurde.

Besser machten es die Brüder aus dem Süden Koreas: Genau wie sein Co Japan erreichte der Gastgeber der vorletzten WM das Achtelfinale. Die Söhne Nippons nutzten dazu gestern die Gunst der Stunde und rangen alternde und glücklose Dänen mit 3:1 nieder.

Positiv insgesamt die Südamerikaner bei dieser WM: Brasilien, Argentinien und Paraguay stehen bereits im Achtefinale, für den Gastgeber der WM 62, Chile, sieht es ebenfalls sehr gut aus: Vor dem letzten Spieltag führt das Team die Gruppe H an. Dort kämpfen auch Spanien und die Schweiz noch um das Weiterkommen. Persönlich würde ich es den Eidgenossen mit Trainer Hitzfeld besonders wünschen.

Australien und Neuseeland haben dazu Ozeanien ordentlich repräsentiert, Neuseeland ist unbezwungen und Australien hat sich nach der Auftaktpleite gegen Deutschland ebenfalls gesteigert.

Ab morgen gibt es dann keine Ausreden mehr, die K.O.-Runden stehen an. Einen Sieg gegen England traue ich unserer Nationalmannschaft durchaus zu, Rooney und Co. haben wenig überzeugt, auch wenn die deutsche Abwehr von ihnen stark gefordert werden dürfte.
Bei einem eventuellen Sieg über England würde im Viertelfinale wie 2006 wohl Argentinien warten. Realistischerweise wäre dann wohl Endstation. Aber das dachte man doch vor vier Jahren eigentich auch...

Freitags-Füller, KW 25/2010



1. Was einmal Tugenden waren, wissen viele heute gar nicht mehr.

2. Mein Herz schwankt zwischen Systole und Diastole.

3. Auf meiner Mailbox sind derzeit keine neuen Nachrichten.

4. Pleiten, Pech und Pannen, so würde mein Leben als Fernsehserie heißen.

5. Du merkst dass du alt wirst wenn deine Freundin sagt "Da! Ein graues Haar!" Auch wenn sie es mag.

6. "Ihr Mietvertrag liegt zur Unterzeichnung bereit", das war eine gute Nachricht.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf zuhause , morgen habe ich Arbeit geplant und Sonntag möchte ich sehen, wie unsere "Krauts" die "Tommies" nachhause schicken!

23.06.2010

Twittwoch 2

Alles, was mindestens zwei Teile hat, ist eine Serie. Und da der Twittwoch eine solche werden soll, gibt's jetzt wieder fünfzehn Tweets, die mir in letzter Zeit aufgefallen sind.

Den Anfang machen zwei Einträge des werten Herrn Rechtsanwalts und Fachanwalts für Strafrecht Udo Vetter aus Düsseldorf:

"Herr W., im folgenden Verletzer genannt..." Verfasser des Textes ist RA A. aus Do., von mir im folgenden Dummbatz genannt.less than a minute ago via TweetDeck



Merkt eigentlich jemand, wie subtil die Firma Hublot bei jedem Spiel ihre iPad-Alternative bewirbt?less than a minute ago via twibble



Auch wenn das hier keine Selbstbeweihräucherung sein soll, hier eine kleine Twitter-Konversation, an der meinereiner entscheidenden Anteil hatte:

@fahrenheit404 bevor du bettig wirst, gratulier doch mal der @groovinchen zum Burzeltach. Die freut sich bestimmt sehrstens... :-)less than a minute ago via web



ich entlasse euch jetzt ins dingsbums. mit dem meister im ohr. träumt süß, pupsis :* http://www.youtube.com/watch?v=kBQPkLuwy80less than a minute ago via Twitter for iPhone





@Groovinchen allem jooten, die dame. von meinem bett in dein herz :* das hörte sich jetzt falsch an, nein? :|less than a minute ago via Twitter for iPhone



@fahrenheit404 *schriek* Das ist aber nettig :*less than a minute ago via web



Heilige Scheiße, mir wurde grad von @fahrenheit404 ein Geburtstagsgrüßlein getwittert. Ohauerha... #rumhopstweetless than a minute ago via web



Ja, auch mit solchen Sachen kann man Frauen glücklich machen :-)

Mit dem folgenden Thema bin ich glücklicherweise hoffentlich für den Rest meines Lebens fertig. Jedem, der damit zu tun hat, wünsche ich möglichst kompetente und freundliche Sachbearbeiter und möglichst schnell ein Entkommen aus dieser Klemme.

So, auf zur ARGE und die nächsten Hürden nehmen. Wahrscheinlich wieder Stunden lang rumsitzen und in 5 Minuten abgefertigt werden.less than a minute ago via Echofon



Immer wieder beeindruckend, die Wortspiele der "Mutti". Wenn auch hier etwas "anrüchig":

Wenn aus Rehagel Rehakles wird und du am Ende nur noch Hakle bist, dann haste mit ner Menge Kacke zu tun.less than a minute ago via TweetDeck



Dieses Kriterium für Freundschaft war mir bisher auch unbekannt. Danke, J.A.:

"Wie kannst du mit jemand befreundet sein, wenn du noch kein einziges Mal mit ihm gestritten hast?" #Freundschaftless than a minute ago via web



Einen kleinen Wortwechsel zwischen Sue und Deef habe ich heute aufgeschnappt. Grund dafür ist das, worum es in diesem Deef'schen Blogeintrag geht.

Wenn ich's mir recht überlege, würde ich ja schon ganz gerne mal einen Tag in der Micky Maus-Redaktion verbringen und das neue Heft machen.less than a minute ago via web



@HappySchnitzel Yps, Baby, Yps! Und soviele Agenten-Gimmicks, wie ich tragen kann...less than a minute ago via TweetDeck



Über typografische Schwierigkeiten im Wandel der Zeit hat sich dieser Twitterer Gedanken gemacht:

Früher: "Und wer soll deine Sauklaue lesen, Peter?"
Heute: "Mark-Kevin, deine Formatierung ist echt auf WordPad-Niveau!"less than a minute ago via Power Twitter



Zu guter Letzt noch ein Beitrag unserer Bundesfamilienministerin (oder wer auch immer den Account "befüllt"). Sie gibt sich ja Mühe...

Gerade in Brandenburg eine Kita besucht, in der 2 männliche Erzieher arbeiten.Will Projekt starten, um mehr Männer als Erzieher zu gewinnen.less than a minute ago via Twitter for BlackBerry®

18.06.2010

WM-Tagebuch South Africa 2010: Tag 6+7

Freitag, 18. Juni 2010

12.48 Uhr
In einer Dreiviertelstunde betritt die deutsche Mannschaft zum zweiten Mal den Rasen bei der Fußball-WM und kann mit einem Sieg gegen Serbien das Weiterkommen schon perfekt machen.

Bejubelt und gelobt war der Start gegen Australien am vergangenen Sonntag. Andere vermeintlich große Mannschaften haben sich dagegen eher schwer getan. Frankreich startete mit einem 0:0 gegen Uruguay und steht nach dem gestrigen peinlichen 0:2 gegen klasse aufspielende Mexikaner kurz vor dem Aus. Uninspiriert, lauffaul, leidenschaftslos präsentierte sich die Elf von Trainer Domenech. Überhaupt, Domenech. Spätestens jetzt dürfte feststehen, dass er nach der WM gehen muss. Es ist für mich unverständlich, wieso er Thierry Henry ewig auf der Bank schmoren lässt, ihn dann zum Warmlaufen schickt und dann doch nicht bringt. Das macht Henry zu soetwas wie einem moralischen Sieger des gestrigen Abends, auch wenn das ironisch klingt, war es doch Henry, der Frankreich durch einen Betrug (Handtor) gegen die Iren erst zur WM brachte. Ich persönlich hätte die Männer von der Grünen Insel lieber beim Weltturnier gesehen. Der französische Fußball gibt derzeit ein ganz schwaches Bild ab.

Ein schwaches Spiel kann man den Spaniern weißgott nicht vorwerfen. In der Schlußphase des Spiels gegen die Schweiz schnürten sie die Eidgenosse in deren Hälfte ein und machten mächtig Druck. Die erste große Sensation des Turniers konnte das aber nicht verhindern: Die von Ottmar Hitzfeld betreute "Nati" brachte den Iberern die erst zweite Niederlage in den vergangenen drei Jahren bei und darf sich berechtige Hoffnungen auf die Runde der letzten Sechzehn machen. Kaum Zweifel habe ich aber auch daran, dass Spanien diese Runde erreichen wird.

Eine traurige Premiere wird diese WM ebenfalls mit sich bringen: Mit ziemlicher Sicherheit wird mit Südafrika zum ersten Mal ein Gastgeber in der Vorrunde ausscheiden. Wenn sie das Turnier nicht ausrichten würden, hätten sich die Männer vom Kap sicherlich nicht qualifiziert. Den eigentlich hervorragenden und in der Regel hilfreichen Heimvorteil konnte das Team aber so gar nicht nutzen. Ein Schelm, wer die Vuvuzelas dafür verantwortlich macht, die in der Art eines Gleichmachers Emotionen unterdrücken. Eine Mannschaft merkt nur selten, ob sie grade angefeuert oder ausgepfiffen wird.

Im schon erwähnten Spiel Frankreich-Mexiko waren es jedoch die großartigen Anhänger der Mittelamerikaner, die den Lärm übertönten und ihrer Mannschaft hörbar Zuspruch und Anfeuerung zukommen ließen.

Hoffentlich passiert gleich beim Spiel der deutschen Mannschaft ähnliches.
Ich bin dann mal vor der Glotze.

Freitags-Füller, KW 24/2010



1. Können wir jetzt endlich mal aufhören, unsere Umwelt mit Öl zu verschmutzen?

2. Eigentlich finde ich ja Basketball besser als Fußball.

3. Man stelle sich vor, der überlichtschnelle Flug würde erfunden, das wäre doch toll.

4.In knapp einem Monat verlasse ich diese Stadt, das ist irgendwie seltsam und eigenartig.

5. Heute um halb 2 sitze ich im schwarz-weißen Trikot vor dem Fernseher und habe beschleunigten Puls.

6. Frisches Obst, das könnte ich momentan täglich essen!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf nichts, denn ich muss arbeiten , morgen habe ich nichts geplant und Sonntag möchte muss ich ebenfalls arbeiten!

16.06.2010

WM-Tagebuch South Africa 2010: Tag 4+5

Mittwoch, 16. Juni 2010

00.14 Uhr

Zwei weitere Tage bei der Fußballweltmeisterschaft sind gespielt.
Auffälig ist bisher, dass Tore meist Mangelware sind und Favoriten straucheln und stolpern, beispielsweise auch Italien. Zwar meinte Trainer Lippi heute, er sei zufrieden mit dem 1:1 gegen Paraguay, aber ernst meinen kann er das eigentlich nicht. Paraguay setzte seine limitierten Möglichkeiten gut ein und hätte auch einen Sieg durchaus verdient gehabt. Aber eine Schwäche des Torhüters - noch etwas, dass sich durch das Turnier zieht - verhalf der Squadra Azzura zum Ausgleich. Man muss hoffen, dass Andrea Pirlo fit wird, offensiv war Italien nicht wirklich durchschlagskräftig.

Auch die anderen Favoriten glänzten heute nicht grade, in einem schwachen Spiel trennte sich Portugal von der Elfenbeinküste mit 0:0. Brasilien bot gegen Underdog Nordkorea eine erbärmlich schwache erste Halbzeit, erzielte dann mit zwei Geniestreichen eine Zwei-Tore-Führung, die die Asiaten nur noch verknappten. WIrklich überzeugt hat aber auch die Selecao nicht.

Einen Achtungserfolg gab es für Neuseeland, dass mit dem 1:1 gegen die Slowakei bei der zweiten Teilnahme nach 1982 seinen ersten WM-Punkt ergatterte.

Manchmal hat man das Gefühl, manche Spieler haben gar keine Lust auf die WM, so uninspiriert spielen gerade die vermeintlich großen Mannschaften, den Außenseitern sieht man das ob ihrer beschränkten Fähigkeiten nach.
Erschrekend war auch die Leistung Kameruns gegen Japan. Die selbsternannten "Unzähmbaren Löwen" boten nichts, was einer WM würdig war. Lange Bälle nach vorne, kaum Chancen, ein untergetauchter Superstar E'to und ein unsicherer Keeper.

Ohne die Länderbrille zu tragen kann ich sagen, dass mich bisher nur Deutschland und mit Abstrichen Argentinien überzeugt haben. Die Leichtigkeit des Spiels der DFB-Elf sucht man bei anderen Teams leider vergeblich.
Aber auch die Löw-Elf darf sich auf den Lorbeeren, die ihnen nun allerorten zuteil werde, nicht ausruhen. Mit einer ähnlich engagierten Leistung wie gegen Australien dürfte Serbien kaum eine Siegchance haben, zumal die Männer vom Balkan schon mit dem Rücken zur Wand stehen. Bei einer Niederlage gegen Deutschland und einem gleichzeitigen Punktgewinn oder Sieg von Ghana gegen Australien könten die Rückflugtickets schpn gebucht werden. Sie müssen also das Spiel gegen Deutschland machen, sie müssen gewinnen. Die deutsche Abwehr wird also in diesem Spiel mehr gefordert werden, als gegen die Männer von Down Under. Ich hoffe, sie wird auch sicher stehen, auch wenn ich da Zweifel habe. Mertesacker und auch Arne Friedrich sind für mich schon Unsicherheitsfaktoren, wie der Bremer im Testspiel gegen Bosnien und Friedrich in der Bundesliga bei Absteiger Hertha offenbarten.

Gute Aussichten also insgesamt schon für die deutsche Mannschaft, die bei gleichbleibender Fitness und Motivation den Gruppensieg problemlos holen dürfte, durchaus auch mit drei Siegen aus drei Spielen.

Heute (Mittwoch) endet der erste Durchgang der Gruppen, ein Spiel der zweiten Runde der Gruppe A wird auch ausgetragen. Mit Spanien greift in Gruppe H der letzte Favorit ins Rennen ein.
Es bleibt zu hoffen, dass die Mannschaften in der zweiten Runde ihre Nervosität und Verkrampfung ablegen und wir mehr Tore und schöne Spiele zu Gesicht bekommen.

Eine andere sportliche Notiz noch am Rande: Im Finale um die deutsche Basketballmeisterschaft haben die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt Spiel vier daheim gegen die Brose Baskets Bamberg gewonnen. Am Donnerstagabend kommt es in Bamberg zum entscheidenen Spiel 5. Auch andere Sportarten haben schöne Bälle ;-)

14.06.2010

WM-Tagebuch South Africa 2010: Tag 3

Sonntag, 13. Juni 2010

14.46 Uhr
Zum Spiel Algerien gegen Slowenien, das derzeit im ZDF übertragen wird, fällt mir nur ein Wort ein: Langweilig.
Da macht es wohl nichts aus, wenn ich gleich umschalte und auf Sport1
Spiel 3 um die Deutsche Basketball-Meisterschaft anschaue, oder?

16.47 Uhr
Slowenien hat dann doch gegen Algerien gewonnen, nachdem ein algerischer
Einwechselspieler nach knapp zwanzig Minuten mit Gelb-Rot runter musste.

Ein schwaches Spiel mit einem glücklichen Sieger, der erste Sieg für das
Land mit nur zwei Millionen Einwohnern bei einer WM.
Derzeit kicken Serbien und Ghana, die beiden weiteren deutschen WM-Gegner,
gegeneinander, zur Pause steht es 0:0. Viel habe ich von dem Spiel nicht
gesehen, ich war als Kochhelfer eingebunden (Spinat-Gnocchi mit Tomatensauce),
außerdem läuft derzeit auch (s.o.) das Basketballspiel.

Das Wetter ist heute hier durchaus Public Viewing-freundlich und ich
begebe mich gleich mit Isa noch auf "Tour de Ruhr" zu meinen Eltern. Dort
werden wir dann in einer nahegelegenen Gaststätte das erste WM-Spiel von
Deutschland gegen Australien auf Leinwand verfolgen.
Unser beider Tipp: 3:0. Angela Merkel ist nicht ganz so optimistisch, sie
tippt 2:0. Nachher beginnt die WM also dann endlich so richtig...

00.13 Uhr
Wieder daheim. Was ein tolles Spiel unserer Mannschaft! 4:0! Auch wenn Australien ein vergleichsweise schwacher Gegner war, hat es echt Spaß gemacht, zuzuschauen! Drei Stürmer-Tore, dazu ein echter Müller und super Stimmung. Trotzdem muss man jetzt auf dem Boden bleiben, die nächsten Gruppenspiele konzentriert angehen und ab dem Achtelfinale warten dann richtige Gegner. Dass es erreicht wird, daran hab ich keinen Zweifel.

Herzlichen Glückwunsch noch an meine Isa, denn die hat heute (Montag) Geburtstag und wie es aussieht, endlich mal schönes Wetter!

Jetzt erstmal ins Bett. Morgen ruft wieder die Uni - und WM ist ja auch.

Ach ja: Zum "Fauxpas" von Kathrin Müller-Hohenstein werde ich mich später noch äußern.

12.06.2010

WM-Tagebuch South Africa 2010: Tag 2

Samstag, 12. Juni 2010

14.17 Uhr
Halbzeit bei Südkorea-Griechenland, es steht 1:0. Das Zwischenergebnis für die junge Mannschaft aus Asien ist verdient, Griechenland kann und muss mehr tun., hatte noch Glück, dass der Schiedsrichter aus Neuseeland den Koreanern einen Strafstoß verweigerte.

Hier ist das Wetter regnerisch, ganz und gar nicht sommerlich.

15.23 Uhr
Verdienter 2:0-Sieg für Südkorea, die Griechen wurden am Ende etwas stärker, waren aber insgesamt klar unterlegen, viel zu statisch und hätten die wenigen Chancen, die sie sich herausarbeiteten, auch mal nutzen müssen. Zwar ist noch nichts klar, aber die Griechen werden, wenn sie sich gegen Nigeria und Argentinien nicht sehr deutlich steigern, den Heimweg nach der Vorrunde antreten müssen.

16.32 Uhr
Nach einer halben Stunde führt Argentinien in einem guten Spiel mit 1:0 gegen Nigeria. Das allgegenwärtige Brummen wurde erstaunlicherweise mal von Fangesängen übertönt. An die Vuvuzelas wird man sich gewöhnen, dennoch ist es eine Unart, während des Abspielens der Nationalhymnen weiter zu tröten.

22.30 Uhr
Argentinien gewinnt mit 1:0, England und die USA trennen sich mit 1:1.
Letzteres ist für die USA ein Erfolg, für England eine herbe Enttäuschung. Bedanken dürfen sie sich bei der schlechten Chancenverwertung - und dem nächsten patzenden Torhüter. Gordon Banks oder Peter Shilton waren in der entfernteren Vergangenheit sehr gute Torhüter, aber die Seamans, Robinsons oder eben Greens der jüngeren Zeit dürften den englischen Fan in den Wahnsinn treiben. Es war wirklich nur ein Schüsschen, das Rob Green da aus den Händen glitt und ins Tor kullerte. England wurde wieder mal als Mitfavorit genannt, aber nicht nur Günther Netzer dürfte das jetzt revidiert haben. Eigentlich finde ich es schade, denn ich mag den englischen Fußball. Die nächste Runde werden sie wohl erreichen, wohl auch als Gruppensieger, denke ich. Aber danach wird es schwer.

23.01 Uhr
Die Vorrundenzeit bei einer WM ist ja für den Fernsehzuschauer der reinste Marathon. Wenigstens kann man die Zeit zwischen dem zweiten und dritten Spiel zum einkaufen und kochen nutzen. Aber eine WM ist ja nur alle vier Jahre und ich genieße das derzeit mal wieder sehr - trotz der Vuvuzelas. Und auch in dem Wissen, dass es wohl die letzte WM sein wird, die ich auch so intensiv verfolgen kann. Denn 2014 werde ich wohl voll im Beruf stehen. Hoffentlich.

23.18 Uhr
Schluß mit der WM für heute, ich werde jetzt noch ein wenig dem Enterprise-Serienevent auf kabel eins frönen und dann irgendwann ins Bett gehen.
Morgen dann endlich der erste AUftritt der deutschen Mannschaft gegen Australien. Gute Nacht.

11.06.2010

WM-Tagebuch South Africa 2010: Tag 1

Freitag, 11. Juni 2010

16.55 Uhr

Die erste Halbzeit des Eröffnungsspiels Südafrika gegen Mexiko ist gelaufen. Großer Fußball ist noch beleibe nicht, aber das ist ja bei Eröffnungsspielen eher die Regel als die Ausnahme. Die Südamerikaner sind die bessere Mannschaft mit den größeren Chancen und mehr Ballbesitz.
Spielerisch kann es noch besser werden. Akustisch scheint dieses Weltturnier aber eine Katastrophe zu werden. Denn 64 mal dieses permanente Gedröhne, bei dem man den Kommentator schlecht versteht (okay, das macht manchmal nichts) und von sonstigen Fan-Emotionen (Jubel, Applaus, Gesängen) so gar nichts hört, das ist auf die Dauer kaum auszuhalten. Habe gerade die Halbzeitpause richtiggehend herbeigesehnt. Da sind Netzer und Delling fast besser zu ertragen.

17.12 Uhr

Die zweite Halbzeit läuft, bisher nicht wirklich viel Bewegung im Spiel. Abtasten ist das Stichwort.

17.16 Uhr
TOOOOOOR! Das 1:0 für "Bafana Bafana". Klasse Tor der Südafrikaner, der kleine mexikanische Torwart ist chancenlos. Tshabalala, 55. Minute.

17.21 Uhr
Jetzt eine dicke Chance für die Mexikaner, aber der südafrikanische Keeper klärt klasse zur Ecke.

18.00 Uhr
Schlusspfiff, in Johannesburg, Gastgeber Südafrika und Mexiko trennen sich 1:1. Jubel kam nach dem Schlusspfiff nicht wirklich auf, auch nicht bei den afrikanischen Fans. Für beide Teams wird es schwer, diese Gruppe zu überstehen.
Kurz vor Schluß hatte Mphela die Riesenchance zum Sieg für die Hausherren. Marquez hatte in der 79. Minute den Ausgleich für Mexiko erzielt.
In zweieinhalb Stunden treffen in derselben Gruppe Frankreich und Uruguay aufeinander. Beide waren schonmal Weltmeister, Frankreich 1998 und Uruguay 1930 bei der ersten WM und 1950.

18.16 Uhr
Grade Bericht aus dem deutschen WM-Quartier. Tolle Aktion: Die Nationalmannschaft nimmt zu jedem Spiel 300 Kinder mit, die ansonsten keine Chance hätten, ein Spiel zu besuchen. Das Team sorgt für das Finanzielle, für die Eintrittskarten und für ein "Rundum-Paket" (Bustransfer, Verpflegung). Eine super Sache!

18.22 Uhr
Das zweite Spiel des Tages überträgt RTL. Ich hoffe, dass diesmal nicht wieder Pierre Littbarski als Co-Kommentator auftritt. So sehr ich "Litti" mag, so nervig fand ich ihn in dieser Rolle.

19.16 Uhr
Der andere Stefan ist zum Fußballgucken erschienen. Erstaunlich früh, für seine Verhältnisse ;-)

19.58 Uhr
Noch eine halbe Stunde bis zum Spiel. Zeit, die Nudeln in den Topf zu werfen. Spaghetthi Bolognese :-) Gut, dass mit Isabell eine gute Köchin da ist. Da kann das ja nur gelingen.
In der Tippspielrunde hat sie zudem als einzige von dreizehn das exakte Ergebnis im ersten WM-Spiel vorhergesagt. Mann, is das ne Frau ;-)

20.21 Uhr
Auch in Kapstadt ist das durchdringende Vuvuzela-Gedröhn überdeutlich zu vernehmen. Daran werden wir uns also in den nächsten vier Wochen gewöhnen müssen.
RTL übertragt jetzt Uruguay gegen Frankreich, kommentiert von Florian König und Klinsi. Mal sehen, ob der weniger schwadroniert als weiland Litti.
Nudeln stehen auch gleich auf dem Tisch.

21.20 Uhr
Was, ist schon Halbzeit? Ist doch noch gar nix passiert... Also, dieses Spiel kann ja im zweiten Durchgang wirklich nur besser werden. Die "Uweseelers" (bzw. auf Westerwäldisch "Die Trööt") sind etwas leiser, Jürgen Klinsmann hält auch meistens die Klappe. Leider sind gute Szenen auf dem Spielfeld auch Mangelware. Irgendwie ein typisches Null-Null-Spiel bisher. Frankreich sucht meiner Meinung nach zuviel nach Franck Ribéry, der aber auch nicht alles machen kann...
Die Nudeln von Isa waren dafür mal wieder erste Sahne und ich bin pappsatt.

21.22 Uhr
DieMutti grad bei Twitter so: "Finde ich gut von RTL, dass die auch mal nen Kreisklasse-C spiel zeigen so."
Yip.

22.31 Uhr
Ende, Aus, 0:0. Highlights in der zweiten Halbzeit waren je eine gute Chance und ein Platzverweis für Uruguay. Frankreich hat sich sehr, sehr schwer getan und wird sich steigern müssen, um weiter zu kommen.

Das war dann der erste WM-Tag. Naja. Berauschend war es nicht. Mal sehen, wie es morgen weitergeht.

Gute Nacht.

Freitags-Füller, KW 23/2010



1. Man sagt, Träume erzählen Geschichten, von denen man glaubt, sie seien wahr - bis man dann plötzlich von einer SMS des besten Freundes aus dem Schlaf gerissen wird.

2. Meine Isabell war der erste Mensch, mit dem ich heute morgen gesprochen habe.

3. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist immer wieder ein Erlebnis.

4. Dampfnudeln habe ich schon als Kind gerne gegessen .

5. Das letzte Mal im Kino fand ich den Film nicht besonders toll und war genervt von der Unruhe, die allenthalben herrschte.

6. Dass uns der Himmel auf den Kopf fällt, das ist doch nicht unmöglich, oder ?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das WM-Spiel Frankreich - Uruguay, morgen habe ich außer Fußball gucken noch nix geplant und Sonntag möchte ich, dass die deutsche Mannschaft gegen Australien gewinnt!

10.06.2010

Update - 10.06.2010

Ein gutes Stück realer ist für mich heute der nahende Umzug geworden: Im Büro der Hausverwaltung habe ich den Mietvertrag für meine neue Duisburger Wohnung, die ich zum ersten August beziehen werde, unterschrieben. Die "Hängepartie", die bisherige Wohnung gekündigt und noch keine neue Bleibe zu haben, ist damit vorbei.
In den nächsten Tagen gilt es dann einen Termin mit dem Hausmeister zu verabreden, zwecks Übergabe der Wohnung. Im Laufe des Juli wird das sein, da ich schon einige Tage früher in die Wohnung kann. Das passt auch ganz gut, da meine Eltern, die beim Umzug helfen sollen, selten kurzfristig Zeit haben und diese Unternehmung daher möglichst früh feststehen soll.

Das Ausmisten geht derweil hier weiter, ich möchte mich noch von einigen Sachen trennen und lasse daher eBay derzeit brummen. Den einen oder anderen Euro wird das noch in die Kasse bringen, zumindest muss ich die Sachen dann weder wegwerfen noch mitnehmen.

Der Sommer ist nun (endlich) da, auch wenn das Wetter teils noch unbeständig. Mir macht gerade dieses Wechselhafte zu schaffe, das geht dann manchmal mit latenten Kopfschmerzen und Antriebs- oder Lustlosigkeit einher. Mit der Zeit wird sich das aber, wie auch sonst, geben.

Fast unmerklich ist die Fußballweltmeisterschaft herangenaht, morgen beginnt das Weltturnier in Südafrika. In den letzten Tagen und Wochen gab es mit Lena, dem zurückgetretenen Bundespräsidenten, dem Regierungsbildungshickhack in NRW, der Gesundheitsreform, dem Sparpaket und den allgemeinen Problemen innerhalb der Bundesregierung in den Medien eine Menge Themen, die allgegenwärtige Euro-Krise nicht zu vergessen. In den kommenden Tagen wird das alles ein wenig in den Hintergrund treten, man mag es gut finden oder nicht. Es wird diskutiert werden über das erste Fußballweltturnier auf dem afrikanischen Kontinent und auch ich werde so viele Spiele wie möglich verfolgen, ob auf der heimischen Couch oder beim sogenannten "Public Viewing". Besonders schaut man natürlich auf die deutsche Mannschaft und traue Jogis Jungs auch einiges zu, den WM-Titel allerdings nicht.
Zwischendrin wird dann noch am 30. Juni der neue Bundespräsident gewählt (mein Favorit ist Herr Gauck) und in einem Monat steht dann der Weltmeister fest. Wie sich die wirklich wichtigen Probleme hierzulande in dieser Zeit entwickeln, das bleibt abzuwarten.

Und nach der Fußball-WM werde ich hier endgültig meine Sachen packen und meinen Lebensmittelpunkt in eine andere Stadt verlagern. Ist schon irgendwie seltsam, Herne nach über fünf Jahren zu verlassen...

Apropos Herne: Mein Noch-"Nachbar", Marco von DieHoppeShow hat kürzlich seine neunte Folge "Volliot" veröffentlicht. Ich habe den Fehler gemacht, sie vorm Einschlafen zu hören - und war prompt für vierzig Minuten um den Schlaf gebracht. Trotzdem war mir das am nächsten Tag eine kleine PayPal-Spende wert - für die sich "MSS Hoppe" auch artig per Mail bedankte ;-)

Zum Schluß: Derzeit quäle ich mich mit "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" von Peter Handke herum. Zwar hat das Buch nur knapp über 106 Seiten, aber ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich so langweilt und bei dem ich den Sinn vermisse. Germanisten können in das Werk sicherlich einiges reininterpretieren, aber ich bin froh, wenn ich es bald durchhabe.
Probleme mit einem ganz anderen Buch hatte die liebe Andrea von "Andrea W. wills wissen". Darüber hat sie in Folge 539 ihres Podcasts berichtet. An mir ist das entsprechende Buch bisher auch vorüber gegangen, zumindest, was das Lesen angeht, und ich glaube nicht, dass ich da was verpasst habe...

Schilder from Hell #6




Afrikanischer Kaffee oder doch ein fehlendes Leerzeichen?.

Gesehen vor der Unterführung am Bahnhof in Korbach.

05.06.2010

Stöckchen: Du hast/bist/tust...

Habe mal wieder ein Blog-Stöckchen aufgehoben, diesmal beim Strahli.

Du führst ein Tagebuch: Jein. Ich hab wohl ein Moleskine für Gedanken und Erlebnisse, aber da ist in letzter Zeit nicht so viel drin gelandet. Ansonsten ist das Blog auch eine Art Tagebuch.

Du kochst gerne: Nicht wirklich...

Du treibst regelmäßig Sport: Schon. Aber nicht so regelmäßig, wie ich eigentlich sollte.

Du kritzelst beim Telefonieren vor dich hin: Nee, das mache ich nicht. Entweder mache ich nebenbei was am Computer oder ich sitze/liege herum. Wenn ich nicht grad unterwegs bin.

Du hast im letzen Monat ein Buch gelesen: Nicht nur eines. Zwar schaffe ich im Schnitt noch nicht ganz ein Buch pro Woche, aber ich steigere mich langsam. "Quest" von Andreas Eschbach habe ich zum Beispiel im Mai gelesen.

Du ersetzt das Toilettenpaier sofort: Ja, aber das fällt mir nicht schwer, da die Packung eh im Bad steht. Das war früher zuhause nicht so, da war es dann immer eine Freude, wenn jemand durch die Wohnung schrie, dass er eine Rolle brauchte...

Du magst Kreuzwortelrätsel: Ja, auf jeden Fall. Aber wirklich nur die "klassischen", Silbenrätsel etc. sind eher weniger mein Ding.

Du warst auf dem Eiffelturm: Bisher noch nicht. Die französische Hauptstadt habe ich leider noch nicht besucht. Das möchte ich aber definitiv irgendwann mal machen und dann gehört natürlich auch der Tour Eiffel dazu.

Du hast ein Geheimnis, das du noch niemanden anvertraut hast: Kannst du schweigen? Siehst du, ich auch ;-)

Du schnarchst: Ja, leider tue ich das. Hängt meistens davon ab, wie ich liege.

Du warst schon mal im Land deiner Vorfahren: Bisher noch nicht.

Du liest auf der Toilette: Ups, erwischt. Ja, klar. Ich kann ewig auf der Toilette sitzen und dabei eine Zeitschrift oder ein Buch auf den Knien haben. Irgendwie ist das ja auch entspannend. Und ohne ist es irgendwie langweilig. Könnte mir vorstellen, dass so mancher Schriftsteller auf dem Klo gute Ideen gehabt hat... Der Sänger Ulrik Remy hat sogar ein Lied darüber gemacht.

Krank sein ist wie Urlaub: Der einzige Urlaubsaspekt, den das krank sein hat, ist, dass man nicht zur Schule/Uni/Arbeit muss. Ansonsten bin ich lieber gesund.

Du hast oft Besuch: Eher weniger, ich treffe mich mit Freunden und Bekannten sowie der Familie eher "auswärts".

Du magst Amerika: Haptisch kann ich zu Amerika nix sagen, da ich noch nie dort war. Ähnlich wie Paris reizen mich die U.S. of A. aber schon. Politisch und gesellschaftlich stehe ich Amerika teils durchaus kritisch gegenüber, was sich aber unter Barack Obama etwas gebessert hat.

Du kannst dir Witze merken: Einige schon. Wir fallen auch oft welche ein, wenn auch manchmal unter unpassenden Umständen.

Du spielst Karten: Früher hab ich am Rechner öfter mal Solitaire gespielt, mit mehreren "Mau-mau". Heute erschöpft sich das Kartenspielen meist in UNO bei Facebook oder Skip-Bo bei meinen Großeltern. Ich kann weder Skat noch Doppelkopf noch sonstwas spielen. Macht aber nix.

Du faltest deine Unterwäsche: Am besten auch noch bügeln, wa? Nee, die landet einfach so in der großen Schublade.

Du sprichst im Schlaf: Soll wohl hin und wieder vorkommen. Aber andere Menschen tun das ja auch *zwinker*

Du ißt schnell: Früher war ich immer so ziemlich der Letzte, der beim Essen fertig wurde. Heute kommt es auf das Essen an. Beim Frühstück bin ich relativ schnell, aber bei warmem Essen lasse ich mir meistens Zeit, besonders dann, wenn es was gibt, das es nicht so häufig gibt. Pizza zum Beispiel.

Du wanderst gerne: Ich bin beim Bund gewesen und hab mich da durch die Büsche geschlagen. Ich habe auch, wenn ich alleine gehe, einen schnellen Schritt drauf. Ein Stück des Jakobsweges zu Laufen kann ich mir für später auch mal vorstellen. Aber ich bin kein Wanderfreak. Als Kind hat mich das immer eher genervt, wenn die Eltern uns am Wochenende durch Wald, Feld und Wiesen gescheucht haben ;-)

Du telefonierst gerne: Kommt drauf an. Private Telefonate führe ich gerne, ja. Aber alle anderen muss ich nicht unbedingt haben. Später im Beruf werde ich allerdings um gelegentliches Telefonieren nicht herum kommen...

Du stellst deine Uhr ein paar Minuten vor: Ja, das mache ich tatsächlich. Ich versuche dann immer, nach dieser Uhr das Haus zu verlassen, wenn ich zum Bus muss. Aber meistens wird es dann doch die "richtige" Zeit, zu der ich losgehe. Und das artet dann meistens in Hetzerei aus.

Du kommst immer zu spät: Ich hasse Unpünktlichkeit. Besonders ärgert es mich, wenn ich selbst unpünktlich bin. Oft bin ich viel zu früh da, renne noch minutenlang um den Block, bevor ich klingele.

Du hast oft Kopfschmerzen: Ich glaube schon, dass ich ein wenig wetterfühlig bin, aber Kopfschmerzen hab ich gottlob nicht so oft.

Du rauchst: Ein ganz klares Nein! Ich bin ein militanter Nichtraucher. Glücklicherweise rauchen auch die meisten meiner Freunde nicht. In meiner Familie ist das wiederum leider anders, aber damit muss ich leben. In letzter Zeit merke ich auch, dass es mich wirklich stört, wenn jemand in meiner Gegenwart raucht, grade dann, wenn der Qualm so vor dem Gesicht vorbeizieht. Und eine Freundin, die rauchen würde... Das wäre schon ein Problem. WÄRE! Denn es ist glücklicherweise nicht so :)

Es gibt ein Nacktfoto von dir: Nö, gibt es nicht.

Du kannst pfeifen: Ein bisschen. Vor allem mit meiner Schiedsrichterpfeife :)

Du schreibst regelmäßig Briefe: Br...was? Ach so, das, wo man Papier vollschreibt, in einen Umschlag steckt und abschickt? Leider habe ich seit Ewigkeiten keinen handschriftlichen Brief mehr verschickt und der postalische Verkehr beschränkt sich bei mir leider auch auf "offizielle" oder "amtliche" Schreiben. Der private Nachrichtenverkehr wird per SMS, E-Mail, Sozialem Netzwerk oder Messenger abgewickelt. Eigentlich schade... Postkarten schreibe ich bisweilen allerdings noch.

Du glaubst an Vorbestimmung: Eigentlich nicht.

Du putzt dir dreimal täglich die Zähne: Leider erschöpft sich das in maximal zwei Putzsessions, in seltenen Fällen auch nur einmal.

Es gibt etwas, was du gerne beichten möchtest: Die Begriffe "gerne" und "beichten" schließen sich doch eigentlich aus, oder? Es kann einen dazu drängen, etwas zu beichten, aber gerne tut man es dennoch nicht. Um die Frage zu beantworten: Nein.

Du beziehst dein Bett jede Woche neu: Jede Woche? Nein, wirklich nicht.

Du kaust an den Fingernägeln: Weder kaue ich noch feile ich. Geschnitten werden sie und das reicht auch.

Du bist Vegetariar: Nein, gar nicht. Ich sehe auch nichts verwerfliches im Fleischverzehr, dennoch würde ich mir wünschen, dass man würdevoller mit den Tieren umgeht.

Du hast alleine in einem Restaurant gegessen: Zählen McDonalds oder Burger King als Restaurants? Wenn ja, dann: Ja. Ansonsten: Nein. Ein Besuch in einem Restaurant ist schon irgendwie ein Gemeinschaftserlebnis. Es sei denn, man ist alleine in einem Hotel oder alleine im Urlaub. Da würde ich dann schon alleine im Restaurant essen.

Du bist allein ins Kino gegangen: Ja, das habe ich tatsächlich getan. Ich hatte einen Nachmittag frei und "Der Baader Meinhof Komplex" lief im Kino zum letzten Mal. Da habe ich die Gelegenheit ergriffen, ihn mir noch anzusehen. Ansonsten gehe ich aber auch lieber in Gesellschaft ins Kino.

Du bist allein in Urlaub gefahren: Ich habe wohl schon mehrfach alleine meine Großeltern besucht, aber das ist ja nicht der Urlaub im klassischen Sinn. Ansonsten war ich noch nie alleine weg, immer mit der Familie. Das ist allerdings auch schon fast zehn Jahre her.

Du entschuldigst dich, wenn du glaubst, im Unrecht zu sein: Ja, das gehört sich doch so.

Du hebst Briefe und Postkarten auf: Ja, definitiv.

Du hast deinen Eltern schon mal Geld gestohlen: Nein, und auch sonst niemandem.

Du hast oft das letzte Wort: Ich denke, das gleicht sich aus.

Du gibst Obdachlosen Geld: Nein, tue ich nicht. Jeder hat in Deutschland die Möglichkeit, zumindest die Mindestleistungen vom Staat zu bekommen. Und ich glaube, oft unterstützt man Obdachlose, denen man Geld gibt, in einer Sucht, sei es Alkohol oder seien es Drogen. Wenn mich allerdings jemand ansprechen würde, ob ich vielleicht mal einen Euro hätte, damit er sich was zu essen kaufen kann und ich würde merken, der meint das wirklich so, dann könnte ich mir schon vorstellen, demjenigen eine Münze in die Hand zu drücken.
Generell fühle ich aber immer einen Stich, wenn ich eine Begegnung mit einem Obdachlosen habe. Wieso ist sowas in Deutschland möglich, frage ich mich dann. Ich gebe aber auch zu, dass ich mich durch soetwas in meinem normalen, relativ geregeltem Leben "gestört" fühle. Denn irgendwie wollen wir das doch alle gar nicht wahrhaben und möglichst weit weg davon sein, oder? Das ist auch irgendwie wieder bedenklich...

Du läßt dich gerne fotografieren: Eigentlich schon. Ich will das Foto dann allerdings immer sofort sehen (geht ja heutzutage) und bestehe auf Löschung, wenn ich mich als nicht so gut getroffen erachte.

Das Leben meint es gut mit dir: Es gibt immer etwas, das besser laufen könnte und es ist im Moment auch nicht ganz einfach. Aber in Zukunft denke ich schon, dass mein Leben in geregelten, sicheren Bahnen verlaufen wird. Und das ist gut.

Freitags-Füller, KW 22/2010

Wieder mal etwas verspätet, aber ich war gestern am Freitag fünfzehn Stunden unterwegs und hab es leider nicht geschafft... Auch diesmal vielen Dank an Barbara für die Ausfüllvorschläge :)

1. Ich habe gesehen, was das Öl im Golf von Mexiko anrichtet :-( .

2. Morgens, wenn die Sonne aufgeht, das ist die schönste Zeit des Tages .

3. In Kartoffelsalat gehört unbedingt ein Sack Kartoffeln.

4. Die schönen Seiten des Lebens werden manchmal erst klar, wenn man es ganz genau betrachtet.

5. Meine Füße brauchen Schuhe der Größe 46.

6. Unser Land muss sparen, soviel zum Thema Politik.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf zuhause , morgen habe ich einen ruhigen Tag geplant und Sonntag möchte ich die Herner U15w in der Zwischenrunde zur Deutschen Basketball-Meisterschaft siegen sehen!